Augenblick
Weblog von Jan Hagemann
mmhhhh, lecker! eine papaya, eine melone und jede menge minibananen für kaum zwei euro. ich habe das preisniveau total überschätzt, werde wohl das meiste geld wieder zurücktauschen müssen.
das fernsehen im hotelzimmer gibt nicht viel her. will man nicht lokales tv gucken, wo offenbar gerade „malaysia sucht den supertänzer“ in mode ist, bleiben noch cnn, discovery channel und mtv asia übrig. letzteres habe ich kürzlich ausgewählt, weil ich mir davon heilung für meine durch allzu viel schlechte weihnachtsmusik geplagten ohren versprach. dies wurde mir nicht gegönnt, stattdessen wurde ich ausgerechnet mit einem konzertmitschnitt von tokio hotel konfroniert. durch den monsun – klar, das macht hier ja irgendwie sinn. nett, dass just zum gleichen zeitpunkt das gerücht die runde macht, dass der junge mit den haaren gar nicht singen kann, wie eine zuverlässige quelle von einer zuverlässigen quelle erfahren haben will.
der große bruder schlägt zu: bei der suche nach dem frostigen wetter, das mich demnächst wieder erwarten wird, bin ich auf eine webcam gestoßen, die mir livebilder aus gießen übermittelt. was mir erst beim zweiten blick aufgefallen ist: die kamera zielt auch genau auf unser wohnzimmerfenster! schon seit langem stehe ich unter ständiger überwachung und jeder kann mir dabei zusehen, wenn ich mich aufs Sofa fläze. vielleicht könnte man ja durch einen gezielten schuss mit nem flitzebogen…
liebe treu ergebene leserInnen,
heute vor einem jahr muss mir sehr langweilig gewesen sein, denn ich dachte mir: „och, richte doch mal ein blog ein…“. das es jemanden interessieren würde (und ich durchhalten werde) hätte ich damals nicht gedacht. ich freue mich, das ihr an meinen belanglosigkeiten freiwillig teilhabt und bemühe mich auch in zukunft, das blog zu hegen und zu pflegen. eine kleine kur hat augenblick ja schon vor kurzem erfahren, als es nach wordpress umgezogen ist.
zu welchem zweck die abgebildete brause dient und warum sie immer rechts neben einer toilette angebracht ist, erläutert anschaulich die verlinkte seite.
hier in malaysia verwendet man stromstecker der britischen norm bs 1363. mit etwas geschick und sanfter gewalt kann man unter zuhilfenahme eines schraubenziehers im schutzleiterloch auch deutsche stecker in die steckdose kriegen. so hat sich auch der kauf eines adapters erübrigt. michi hatte mich bereits vor der abreise auf eine praxisbezogene passage aus dem wikipedia-artikel hingewiesen:Das Kabel verlässt den Stecker immer nach unten. Dadurch wird es schwer bis unmöglich, den recht gut sitzenden Stecker mit dem Kabel herauszuziehen, wie es beim Stolpern oder einem Notfall nötig sein kann. Dies und die Form des Steckers führen dazu, dass bei herumliegende Steckern praktisch immer die Kontaktstifte nach oben weisen. Die kantige Form der Kontaktstifte führt zu heftigen Schmerzen beim Darauftreten.
an machen stellen lassen sich noch dezente hinweise auf die koloniale vergangenheit labuans entdecken. so steht etwa auf einer plakette in der nähe dieses „baumes“:
this tree was planted by the chinese community on 2nd of june 1953 to commemorate the coronation of her majesty queen elizabeth II.
mmhh, da hat sich die liz doch besser gehalten…
es ist wochenende und somit habe ich genügend zeit die insel zu erkunden. wegen des mangelnden fahrrads hatte mir ein kollege freundlicherweise sein auto ausgeliehen. damit konnte ich mich dann gleich mal dem hier geltenden linksverkehr stellen. innerhalb von drei stunden hatte ich dann alle durch das tourismuscenter empfohlenen sehenswürdigkeiten abgegrast:
den „surrender point“, wo allierte truppen die japanische bestzungsmacht 1945 zurück ins meer getrieben haben und man jetzt einen „peace park“ angelegt hat. der war ganz nett, ein wenig auf japanisch getrimmt, obwohl man wie bei allen parks den rasen so kurz hält, dass er praktisch schon gar nicht mehr vorhanden ist. dies hat zur folge, dass sich beim nächsten regen eine schlammpfütze bildet und das ganze langsam wegerodiert. schon an einigen stellen, wo hügel angegraben wurden, ist mir aufgefallen, dass die erde sehr leicht ins rutschen kommt. dies scheint ja auch ein problem bei vielen hastig entstandenen palmölplantagen auf borneo zu sein, wenn ich die zeitung richtig interpretiere, muss es gestern wieder ein dorf erwischt haben…