Augenblick
Weblog von Jan Hagemann
ein lederjackentragender stromkasten in der gwinnerstraße/ffm…
offizielle verlautbarung seiner heiligkeit des crocodylus pontifex von seinem wintersitz auf squornshellous zeta:
kreaturen jedweder art im gemeinsamen glauben an die eine frage,
voller entsetzen ist mir zu ohren gekommen, dass in zunehmendem maße in den letzten jahren aus sümpfen gekrochene wesen auf dem planeten erde positionen innerhalb der von mir exclusiv authorisierten sogenannten katholischen kirche eingenommen haben, um in deren namen verabscheuungswürdiges verhalten gegen die galaktische biodiversität und interstellare demokratie zu rechtfertigen oder zu unterstützen. statt weiterhin die obskuren dogmen dieser mittlerweile auf absurdeste veruntreuten dependance zu unterstützen, sind alle anhänger aufgefordert, widerstand zu leisten und sich immer wieder meiner wahren, grundlegenden antworten bewusst zu werden.
heute beim fleischklopsbrötchenessen nahm ich überrascht zur kenntnis, dass auch ein nischenprodukt wie mittelscharfer senf den verbraucher verantwortungsbewusst über die eigene physiologische substanz informiert. eine portion von 10 gramm des scharfmachers versorgt den körper mit 10 kcal (für freunde der si-einheiten 41,9 kj), was laut des nestléschen tubenhinweises 1 prozent des tagesbedarfs ausmache. die basis hierzu bilde eine „Ernährung von 2000 kcal“.und schon kommt der analytisch denkende mensch ins grübeln. angenommen, eine der gesunden ernährung sowie einer schlanken figur verpflichtete person liest nur den fettgedruckten hinweis, „gönnt“ sich täglich exakt 100 portionen mostrich, um die 100 prozent vollzumachen, erleidet energiemangel und stirbt. die senfmühle wird verklagt, verliert den prozess, muss konkurs anmelden und ich meinen klops trocken verspeisen.nun gut, wer täglich ein kilo senf ist, verdient dass er stirbt. augenblick fordert daher: mindestens zwei signifikante stellen bei der angabe prozentualer werte auf lebensmitteln. und: angabe des wassergehaltes neben fettgehalten „i.tr.“. denn wenn schon ingenieursbäuchlein, dann ein mathematisch korrektes.
p style=“text-align: left“>glücklicherweise bemerke ich, dass ich nicht der einzige bin, dem ein gewisses geräusch, dass besonders in der vorlesungszeit bereits ab mittwochabend anschwellt um einen höhepunkt am freitagmittag zu erreichen, auffällt. liegt es an den berufs- und wirtschaftsorientierten bachelor-/master-studiengängen, dass die universalität eines rucksackes zugunsten von managner-insignien aufgegeben wird?
ich habe ja auch einen beruflichen bekommen, ich bin aber zu blöd, ich hau ihn mir immer in die hacken. da watsch ich doch lieber beim rumdrehen einem meinen tornister ins gesicht.
was bisher geschah:
am freitag: ausreizung der maximalen zulademenge des radlanhängers beim einkauf, anschließen völlig platt, beendigung des tages gleichzeitig mit dem heutejournal…
am samstag: kanelbullar beduften die zimmer, liebe menschen kommen zu besuch, r.k. wird vermisst, im muk wird der azz gejazzt, die erste fahrt mit dem saturn…
am sonntag: weckklöß schon zum frühstück, festplattenpflege und jetzt gleich audienz bei könig david mit dem fettesten kuchen der welt…
auch wenn alle geschäfte derzeit einen sale veranstalten, der kleidermarkt am bahnhof macht noch wsv!
wer ist fünfundzwanzig, sieht verdammt gut aus, ist ein die welt etwas schöner machendes universalgenie und hat heute geburtstag?
nein, ich hab heute nicht geburtstag…
https://www.youtube.com/watch?v=OYecfV3ubP8
nachher gibts kaffee und kuchen.