Augenblick
Weblog von Jan Hagemann
wenn ich die worte auf diesem behälter zuhause ausprechen würde, würde ein rasierklingenscharfer blick meinen kopf sauber vom rumpf trennen…
spannende abwechlsung auf der mittagspausenradtour: ein brennender vw-transporter unterstreicht den berüchtigten ruf der industriellen prachtmeile im osten frankfurts…
als katharina mir gestern den link zu diesem spot geschickt hat, konnte sie gar nicht ahnen, in welcher situation ich mich gerade befand: beim versuch des selbsternannten computerexperten, einem lahmenden windows vista durch die parallelinstallation von linux eine flottere alternative zur seite zu stellen (konkurrenz belebt das geschäft!) hat sich ein kleinkrieg zwischen den bootmanagern entwickelt, bis letztlich der rechner keines der beiden betriebssysteme mehr erkannt hat. also systemwiederherstellung…
this video was recommended to me when we sat in a mountain hut and tried to hear what the other hikers are talking about and where they may come from. there were french, italians, austrians. but one group we couldn’t understand. we decided that they must have been danish.
da steht der typ ganz dreist an der eschersheimer s-bahn-station, hat seine zunfthose aufgeklappt und freut sich darüber.
bei genauerem hinschauen ergeben sich sogar nette details:
aus seiner hose schaut eine dame hervor. der handwerker wird unten mit marcus s. vorgestellt, auf seiner brust steht m. stöhr (ähnlich wie bei den simpsons: „… aus anonymitätsgründen nennen wir sie lisa s., oder nein, doch lieber l. simpson…“
jetzt hängen sie wieder in der stadt herum: die grinsenden politikerInnen, die man an den laternen aufgeknüpft hat. vielleicht haben wir sogar glück und in den nächsten wochen werden inhalte den wahlkampf bestimmen. momentan geht es ja bloß um doornkart trinkende lokalreporter mit überbiss, meuternde computernerds mit augenklappe oder die zwei argumente der vera lengsfeld.
angesicht der charismatischen spitzenkandidaten, die nicht mal ne personen-entscheidung wie damals bei stoiber, strauss, brandt zulassen, macht man sich eher gedanken darum, wie man taktisch vorgehen soll, um wahlweise eine „bürgerliche koalition“ zu unterstützen (darf sich einer, der das nicht tut, eigentlich noch als bürger dieses landes bezeichnen?), eine humanitäre intervention für die sozialdemokratie zu starten oder die grünen so stark zu machen, das später weder sie noch die anderen wissen, welche koalition sie nun wagen sollen…
es ist stadtfest in gießen. an sich nix besonderes, einige bühnen mit musikalischen darbietungen in unterschiedlicher qualität, aber jede menge geschiebe in den straßen.
der unbestritten beste platz war jedoch frei geblieben. und den haben wir uns geschnappt: mit picknickdecke, wein und bier direkt aufs elefantenklo. ein idealer platz um den wunderbaren klängen zu lauschen und die festgäste zu begutachten.