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Augenblick

Weblog von Jan Hagemann

unendlicher spaß

ich hab mich letztlich doch getraut es zu kaufen: das allein schon vom umfang her wuchtige buch unendlicher spaß von david foster wallace. die empfehlung hörte sich gut an: ein buch, das den „verstand stärkt und das herz praller macht“. ein werk über tennis, drogen, filme, depressionen, kaputte familien… 1547 seiten, 387 fußnoten. die schilderung einer gesellschaft in naher zukunft, die die zeitrechnung an konzerne verkauft hat, was zu so schönen bezeichnungen wie „jahr der inkontinenz-unterwäsche“, „jahr der dove-probepackung“ oder „jahr des tucks-hämorrhoidensalbentuchs“ führt.

pfoten weg…

… von diesen klamotten! der wolf reißt alles, was ihm in die quere kommt. ich frage mich was schwerer wiegt: der schaden durch möglicherweise verletzte markenrechte oder der imageverlust, den jack wolfskin erleidet, wenn eine solche nachricht von blog zu blog verbreitet wird?

anzüglich

manchmal trifft man in den weiten des netzes zufällig auch auf lokale größen wie den fliegenden händler anzug-alex aus pfaffenhausen. in einer nebenrolle der bürgermeister, landwirt und tenor rainer s.

danksagung

ich bin sowohl überrascht als auch zutiefst geehrt angesichts der entscheidung des nobelkomitees. lassen sie es mich klarstellen: ich sehe dies nicht als anerkennung meiner persönlichen leistungen, sondern als bestätigung der amerikan…, ähm… also, ich freue mich sehr, dass das norwegische komitee heute mir unwürdigem kleinen licht den friedensnobelpreis verliehen hat. sie erklärten, den ausschlag habe der visionäre entwurf einer friedlichen und atomwaffenfreien welt, wie in dem im jahre 2001 verfassten kompendium „antrag auf anerkennung als kriegsdienstverweigerer gemäß art. 4 abs. 3 des gg“ skizziert, gegeben. ich möchte mich bemühen, dieser unerwarteten ehre gerecht zu werden und keine kriegerischen auseinandersetzungen mehr zu initiieren.

aaahhhh….

(bei der überschrift stelle man sich einen wohligkeitslaut vor) ein wochenende, wie es nicht schöner sein könnte: die dame des hauses verreist, ein spontanes frühstück mit freunden, eine einladung eines theatermenschen ins theater, dort unendlicher spaß mit eben diesem theatermenschen, der lauter lacht als die schauspieler sprechen, anschließend absacker mit theatermensch und schauspielern, sehr angenehm, diese künstler, dann noch sofa, tee, zeitungen, bücher, ein unerwarteter brief, ab heute sogar ein geputzes bad, kuchenduft und gerade neu entdeckt und schon empfehlenswert: radio voodoo auf herbstradio…

grünes loch

mein wahlbezirk! da entkorke ich doch gleich mal eine flasche bionade!

schwarz-geld

aus aktuellem anlass mein cd-tipp der woche: lieder vom ende des kapitalismus von peterlicht…