Augenblick
Weblog von Jan Hagemann
ein geradezu sich aufdrängendes wortspiel hat meiner stadt ein neues museum beschert: das gießkannenmuseum, bereits bundesweit bekannt gemacht durch dradio wissen…
sagt mal, juckt’s euch auch an stellen, bei denen es üblicherweise nicht ziemt, sich in der öffentlichkeit dort zu kratzen? wenn ja, dann habt ihr euch wohl ne herbstgrasmilbe eingefangen. die beißt die tage gerne mal zu, vor allem unter unterhosengummizügen…
seit michi auf ge20 den herbst begrüßt hat schwirrt mir dieses lied durch den kopf…
https://www.youtube.com/watch?v=1wLabRDO8z0
upps, da haben wir wohl zu dicke haufen geschissen…
die stadt macht ein loch vor unserem haus, damit das wasser wieder aus dem selbigen heraus läuft.
das dixi-klo ist übrigens für den bautrupp…
gab es zuletzt bei pink floyd: fliegendes schwein…
ich ho mir en nâie bröll kaaft.
hä?
ich habe mir eine neue brille gekauft.
also eigentlich: ich habe ein neuen brill gekauft. denn in den deutschen dialekten kommt es manchmal zu abweichenden genuszuordnungen. so auch in meinem heimatdialekt, dem „paffehäiser platt“, ein ostfränkisch–hessisches mischmasch, das in der abgeschiedenheit des spessart seine eigenheiten entwickelt hat. das wörterbuch von 2009 betont, dass hier der bach weiblich ist („die bôôch“) und die brille eben männlich („de bröll“). doch so ungewöhnlich und lokal begrenzt ist das phänomen nicht. „die bach“ habe ich auch schon anderswo gehört, womöglich ist es ganz normal, wenn ein gewässer mit femininem namen durchs tal fließt (wie z.b. die jossa). bei der brille wird ebenfalls von maskulinen zuordnungen in anderen sprachräumen berichtet. die begründung ist leicht nachvollziehbar: das wort brille stammt vom kristall beryll ab, welcher geschliffen als sehhilfe verwendung fand. durch pluralbildung (der mensch ist meist zweiäugig) hat sich dann mit der zeit das weibliche genus durchgesetzt. die genusverschiebung betrifft aber noch viele andere begriffe und eine genaue lokale abgrenzung scheint oft schwierig.
aus aktuellem anlass möchte ich darauf hinweisen, dass das „beast“ und der „hearbreak hill“ zu meiner täglichen radpendlerstrecke gehören. bin ich jetzt ein eisenmann?