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Augenblick

Weblog von Jan Hagemann

rundfunk

protestmainzel: gießen, frankfurter straße eine gebühr wurde durch einen beitrag abgelöst. ausschließliche computernutzer und radiohörer müssen genauso viel blechen wie fernsehfreunde. selbst der nichtkonsument muss zahlen. und die qualität, die man im gegenzug bekommt? die einfache zugänglichkeit auf dem computer? die langfristige auffindbarkeit und verfügbarkeit? ach lassen wir das…. immerhin bieten die öffnentlich-rechtlichen sender wenigstens ein paar lichtblicke und positive ansätze: ganz ordentliche podcasts, zum beispiel die bei dradio oder hr2 der tag die mediatheken von ard, zdf, 3sat und arte, die ja leider an der unsäglichen depublizierungsplicht leiden. seit januar 2013 streamt die ard (nahezu) ihr volles programm, kann man auch (nicht nur mit linux) wunderbar im vlc ansehen. um ruckelfrei schauen zu können und der depublizierung entgegen zu wirken, kann man sendungen prima aufnehmen: am einfachsten läufts bei mir grad mit dem tatort-dl unter linux, bei osx mochte ich stets die mediathek.app (aber die darf gerade nicht mehr). plattformübergreifend lässt sich auch die anwendung mediathekview verwenden, wobei die immer etwas schwerfällig daher kommt… und, welche öffentlich-rechtlichen „medien der zukunft“ nutzt ihr noch und wie?

die jugend!

Überhaupt: heute Primark! Das Wort “Hölle” muss neu definiert werden. — Ronny Kraak (@das_kfmw) December 27, 2012 ferien. pubertierende kids mit papiertaschen bevölkern den öffentlichen personennahverkehr.

hypnotoad nr. 2

abermals: all glory to the hypnotoad! gießen, frankfurter straße

how to be german

wenn man von außerhalb auf deutschland schaut, werden einem die eigenheiten seiner bewohner erst richtig bewusst. die gute k. hat mich auf eine sammlung dieser beobachtungen hingewiesen: in eins, zwei, drei teilen werden alle kennzeichnenden bedingungen des „richtigen“ deutschseins aufgelistet. ich fasse mal zusammen: hausschuhe tragen lang und üppig frühstücken alles gut planen und vorbereiten stets gegen alle gefahren versichert sein outdoorkleidung tragen deutsch sprechen abschlüsse machen und titel tragen bei rot stehenbleiben apfelsaftschorle trinken wurst essen sauerkraut essen einen richtigen beruf haben eine bierflaschen ohne flaschenöffner öffnen können offen sagen was man denkt gespaltenes verhältnis zu berlin haben bayern hassen freizügig sein / fkk sein auto lieben sonntagsruhe halten tatort schauen richtiges brot essen grüßen tschüss! sagen kartoffelsalat mitbringen zuprosten schon nicht schlecht. ich erkenne mich größtenteils wieder. allerdings vermisse ich noch:

drei weise

Die drei Weise aus Morjenland Im Janewar, im Janewar da kame die Weise aus Morjenland, der Kasper, Melcher un Balthasar, die heilig drei König sogenannt. Es hat se gefiehrt e scheener Stern, dann Bethlehem war weit entfernt, un’s hatte ewens die weise Herrrn in der Schul kaa Geographie gelernt. Sie brachte Myrrhe und Weihrauch mit und deß net wenig uff jeden Fall; ze trache hatte se was sell dritt an dene viele Schachtele all.

bin dann mal weg

eines von vielen schönen weihnachtsgeschenken ist der atlas der abgelegenen inseln von judith schalansky (leseprobe). das ist nicht nur ein sehr schön gestaltetes buch, es ist vor allem bestens geeignet zum abdriften und reisen auf der landkarte. zudem sind inselgeschichten einfach ein vielfaches rauer, bizarrer, mysteriöser und eben so ganz anders als festlandgeschichten. ich habe die lektüre sehr genossen, parallel war meist noch google earth zum drüberfliegen, drehen und wenden offen (auch so ein tolles ding mit dem man mich für mehrere stunden matt setzen kann). und natürlich noch das ganze labyrinth von wikipedia-artikeln, die mich noch viel weiter weg führten als der eigentliche inhalt des buches.

zwei null eins drei

willkommen im neuen jahr! die jahreszahl 2013 ist übrigens die erste seit 1987, die vier verschiedene ziffern enthält.