die wahl der qual

jetzt hängen sie wieder in der stadt herum: die grinsenden politikerInnen, die man an den laternen aufgeknüpft hat. vielleicht haben wir sogar glück und in den nächsten wochen werden inhalte den wahlkampf bestimmen. momentan geht es ja bloß um doornkart trinkende lokalreporter mit überbiss, meuternde computernerds mit augenklappe oder die zwei argumente der vera lengsfeld.

angesicht der charismatischen spitzenkandidaten, die nicht mal ne personen-entscheidung wie damals bei stoiber, strauss, brandt zulassen, macht man sich eher gedanken darum, wie man taktisch vorgehen soll, um wahlweise eine „bürgerliche koalition“ zu unterstützen (darf sich einer, der das nicht tut, eigentlich noch als bürger dieses landes bezeichnen?), eine humanitäre intervention für die sozialdemokratie zu starten oder die grünen so stark zu machen, das später weder sie noch die anderen wissen, welche koalition sie nun wagen sollen…

beim bestreben, neben der taktik auch ein wenig aufmerksamkeit auf die programme zu werfen, kann das internet helfen (ich meine hierbei allerdings nicht die eher peinlichen auftritte in twitter, studivz und co.). ans herz legen möchte ich die wahlhilfe der surfpoeten. die bietet sogar noch kleine denkanstöße für alle, die sich unsicher sind, was sie wollen. am schluss findet man die partei, die „am wenigsten nicht zu einem passt“. oder man lässt den zufallsgenerator für sich entscheiden. das ist doch mal was anderes als das übliche angebot der bundeszentrale für politische bildung. zugegeben, die nutzer des angebotes sind erwartungsgemäß nicht sehr repräsentativ fürs gesamte wahlvolk, doch allein die tatsache, dass bei den surfpoeten die cdu an der 5-prozent-hürde scheitert, klingt doch irgendwie verlockend…

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