m(alaysia)-tv

 das fernsehen im hotelzimmer gibt nicht viel her. will man nicht lokales tv gucken, wo offenbar gerade „malaysia sucht den supertänzer“ in mode ist, bleiben noch cnn, discovery channel und mtv asia übrig. letzteres habe ich kürzlich ausgewählt, weil ich mir davon heilung für meine durch allzu viel schlechte weihnachtsmusik geplagten ohren versprach. dies wurde mir nicht gegönnt, stattdessen wurde ich ausgerechnet mit einem konzertmitschnitt von tokio hotel konfroniert. durch den monsun – klar, das macht hier ja irgendwie sinn. nett, dass just zum gleichen zeitpunkt das gerücht die runde macht, dass der junge mit den haaren gar nicht singen kann, wie eine zuverlässige quelle von einer zuverlässigen quelle erfahren haben will.

ein ähnliches erlebnis hatte ich vor kurzem in einem musikladen (hier gibt es übrigens alben noch auf mc, die älteren unter euch erinnern sich, wem soll ich was mitbringen?). unter „international artists“ warfen mir ausgerechnet als einzige vertreter meines herkunftslandes zwei dauergewellt-langhaarige, braungebrannte männer in bunten sakkos mit hochgekrempelten ärmeln ihr zahnpastalächeln entgegen. bei modern talking war allerdings von beginn an klar, dass eine solche „musik“ nur vom band kommen kann.

ein guter indikator, um playbackspiel zu entlarven, ist übrigens 10 cm abstand zwischen fingern und gitarrensaiten und das beibehalten eines einzigen akkordes das ganze stück lang, gut zu beobachten in alten peter-alexander-filmen.

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