(un)abhängig sein

meinen google-account habe ich mir hauptsächlich wegen des google readers geklickt. nun wird er eingestellt. das ist schade, denn ich habe die ordentliche synchronisation und die aufgeräumte web-darstellung sehr geschätzt. in ähnlicher weise zeigt der kalender eine gute funktionalität auf mehreren, diversitären systemen. dazu kommt die große anzahl von clients, die eine anbindung an google-dienste im hintergrund nutzen.

dann werde ich mich mal auf die suche nach alternativen machen. ob ich es wohl hinkriege mein hosting-paket um ein paar datenbanken zu erweitern um eine eigene installation eines nachrichten-sammlers, eines kalenders oder einer adressfunktion zu versuchen? leider liegt das im grenzbereich meines informationstechnologischen könnens. wordpress habe ich grad noch so hinbekommen. werde berichten.

16 Gedanken zu „(un)abhängig sein

  1. jopp, mein google-Acc besteht eigentlich auch nur wegen des Readers (und zwangsweise wegen eines Android-Device). Caschy empfielt aktuell den ‚feedy‘ Dienst, aber Du hast schon Recht… wünschenswert wäre es tatsächlich, die eigenen Daten auch auf eigenen, gut zugänglichen Geräten laufen zu lassen. Private Cloud oder so.

    Ich werd mal sehen, wie sich das bei mir dann weiterentwickelt. Ich würd mir ja gern eine gute Integrationsmöglichkeit in meinen Portablen Thunderbird wünschen.

    • ich finde gerade interessant, wie stark meine (über den reader zusammengehaltene) filterblase die abschaltung bedauert. die stimmung ist zwar enttäuscht, aber nicht empört. überrascht über das vorgehen von google ist nicht wirklich jemand. wenn es tatsächlich eine deutlich geringere nutzung gab, dann offensichtlich nicht durch die personen, denen ich folge. wir müssen also entweder irgendwo im technischen fortschritt hängen geblieben sein oder gehören einfach zu den social-network-verweigerern.

  2. Mich hat’s total überrascht. Und ich wusste auch nich wieso jeder sagt, dass es nich überraschend kam. Interessant wird wie sich meine Feedreader (Reeder/Newsify) umstellen. Die haben im Moment alle nur den Google Reader als Backbone.
    Mir ist der hier noch über den weg gelaufen:
    http://theoldreader.com/
    Sieht auf den ersten Blick ganz gut aus, nur versteh ich nich wieso man daraus ein „social rss Reader“ machen muss.

    • ich glaube in der nächsten zeit kommt da noch einiges. wenn ein solcher platzhirsch abtritt fördert es innovationen.
      es muss halt auch gut aussschauen. ich habe schon ein paar clients gesehen, die sich trotz g.r. als backend scheiße anfühlten. ich wäre ja auch durchaus bereit einige pfennige pro monat dafür zu geben.

      oder ich brauche einen nerd-freund der mir das einrichten kann, was ein selbstgehostete lösung wie z.b. selfoss verlangt.

      • folgender aspekt fällt mir noch auf: da ich tatsächlich sehr stark das g.r. webinterface nutze (daheim mangels schönem client, auf arbeit mangels installationsrechten) bin ich eigentlich ständig bei google eingeloggt. dieses cookie fällt dann allerdings weg und damit die zuordnung meiner aktivitäten und suchbegriffe zu meinem account. wird se net jucken, weiß ich.

        • Ich denke, es wird kaum schwieriger für google, die erwähnten Informationen zusammenzuklauben. Die sind dann zwar nicht direkt mit einem Account verbunden, aber unter irgendeiner internen Nummer läufst Du da sicher weiter. Wobei DU Dich da sicher vom Standard-Nutzer unterscheidest. Ob fester Account oder sowas wie „Supercookies“ ist da wumpe. Ich warte darauf, bis die Informationsgiganten bei der Telekom die Auskunft erwerben können, welche IP Du an welchem Tag gehabt hast… dann wären Seitenzugriffe auch über 24h hinweg verfolgbar.

      • Habe über Serversachen auch schon häufiger nachgedacht und bei mir bleiben zwei Lösungen übrig, die aktuell irgendwie beide nicht in Frage kommen:

        (1) – Komplette Selbstverwaltung.
        Sprich, einen Rechner irgendwie selbst als Server aufsetzen, mit entsprechenden Diensten ausstatten und hinter dem eigenen Router laufen lassen (bis auf die nötige Internetleitung wäre man dann tatsächlich unabhängig). Datentechnisch ne hübsche Sache, sofern man den Überblick über die abzudichtenden Lücken hat und prinzipiell machbar. Problem: Die Hardware steht zu Hause und frisst 24/7 Strom – zumal sie sehr wahrscheinlich nicht von vornherein als Serverlösung konzipiert ist, sondern eher (bei mir) aus Altmetall bestünde. „Echte“ Lösungen kosten dann halt in der Anschaffung das, was sie später (vlt.) sparen.

        (2) – Externer Hoster
        Wieso also nicht die paar Cent einem Profi mit eben jenem Equipment zahlen, der dann auch den Strom übernimmt? Ich persönlich könnte nicht von vornherein behaupten, eine Aussage über Qualität eines versprochenen Angebotes machen zu können. Kann nicht sagen, wo vlt. Löcher sind, etc. Damit legt man direkt wieder einen Teil der Sicherheit (und der Verfügbarkeit) in fremde Hände.
        Ich selbst halte mich nicht für im Stande, korrekt erfassen zu können, was für ein Paket mir gegenübersteht.

        Daher bin ich beide Wege noch nicht wirklich gegangen.

        • zur Variante (1): könnte man das nicht mal mit ner äußerst kleinen Hardware versuchen? beispielsweise einem Raspberry Pi oder so? das wäre preislich nicht zu extrem und vom Energieverbrauch her vertretbar. bezüglich der Verfügbarkeit hätte ich zunächst auch nicht so hohe Ansprüche wie für Mail oder Blog. Kalender, Adressen, Reader usw. gehen halt nur wenn das Ding am Strom ist. da brauch man auch ne statische IP um von draußen zuzugreifen, oder? ich hab ja keine Ahnung…

          • Für das IP-Problem gibt es dynamische Weiterleitungen, problematisch wäre da nur, dass WIEDER ein weiterer Service dazwischen sitzt und z.B. evtl. die Verbindung verlangsamt.

            Ne Menge Router haben schon ne eigene Funktion, die aktuelle IP so einem Service (dyndns etc.) zu melden.

          • ich denke gerade an das fantastische Telekom-Speedport-Modell bei mir und gebe die Hoffnung auf jegliche Einstellmöglichkeiten auf.

          • einsundeins. zuerst hab ich mir dort nur die eu-adresse gesichert, dann auch noch das billigste hostingpaket dazu genommen, für 3 euro pro monat. irgendwann haben sie das paket um eine datenbank erweitert, das hab ich genutzt um das blog draufzuziehen. bei solchen hostern ist halt noch jede menge schund dabei, den man nicht wirklich braucht, wie homepage-baukästen usw.

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