avatar

Augenblick

Weblog von Jan Hagemann

Jahresfarben

Der Schornsteinfeger klebte diese Plakette. Ich fragte mich: Gibt es eigentlich eine einheitliche Vorgabe bzw. Norm für die Verwendung von Jahresfarben für Prüfplaketten (und ähnliches)? Solche Plaketten begegnen mir schließlich auch in meinem beruflichen Alltag immer wieder, da möchte ich schließlich mit Fachwissen glänzen! Das Ergebnis meiner Recherche: Recht naheliegend sind die Plaketten der Hauptuntersuchung von Kraftfahrzeugen. Deren Farbreihenfolge ist in der Anlage IX der StVZO festgelegt, inkl. Angabe der sechs RAL-Farbnummern. Die farbige Schlupfjahrmarkierung von Bienenköniginnen wiederholt sich alle fünf Jahre. Die festgelegte Abfolge ist dem gemeinen Imker geläufig, eine „offizielle“ Primärquelle habe ich jedoch nicht gefunden. Im Regelwerk der Berufsgenossenschaften werden zwar an einigen Stellen Prüfplaketten erwähnt, aber keine Farbgebung festgelegt. Lediglich in der DGUV Information 213-053 (Schlauchleitungen) wird die Farbauswahl analog zur HU-Plakette (s.o.) empfohlen. Ansonsten haben die einschlägigen Anbieter für Industrie-Kennzeichnungen eigene, fünf Farben umfassende Paletten, aber eben nichts Einheitliches oder Normiertes. Nach Aussagen der Anbieter soll ihre Wahl der Farben eine gute Unterscheidbarkeit gewährleisten. Müsste vermutlich mal von einer Person mit Farbenfehlsichtigkeit bestätigt oder widerlegt werden. Bei einem Anbieter speziell für Schornsteinfegerbedarf habe ich solche vierfarbige Plaketten gefunden, wie sie auch auf meiner Therme kleben. Vermutlich haben sich die Kaminkehrer intern auf vier Farben verständigt, weil der maximale Prüfintervall in der Kehr- und Überprüfungsordnung drei Jahre beträgt? Abschließend die ermittelten Farben als Tabelle:

Abschmücken

Heute den (vorerst) letzten Schneemann in den Dachboden verfrachtet. Die Anwesenheit von Weihnachtsdekoration in der Wohnung folgt einer logarithmischen Verteilungsfunktion mit weit in den Juni auslaufender rechter Seite.

Glatter Durchschuss

Ein Gewitter mit Hagel hat den Garten ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. Pflanzen sind platt, zerfetzt oder durchschossen.

Mogelpackung

Das Kind möchte kein Babyessen. Gemüsebrei wird geweigert, am liebsten wird Brot verzehrt. Nach einigen Fehlschüssen haben sich herzhafte Waffeln mit Gemüseanteil als geeignete Möglichkeit erwiesen, dem Kind ein paar Vitamine zukommen zu lassen.

Der unvermeidliche DSGVO/GDPR-Post

Eigentlich ist ja alles schon gesagt worden. Bemerkenswert finde ich, wie sehr die Datenschutzgrundverordnung in letzter Zeit Gegenstand der Berichterstattung ist, und zwar in allen von mir konsumierten Medien, egal ob gedruckt, im Radio, Podcast, Twitter oder Blog. Da waren viele kluge, lustige, hilfreiche aber eben auch panische Rezensionen dabei. Ich kann sie unmöglich alle hier aufzählen. Neben dem Blog betriftt die DSGVO mich auch in meinem beruflichen Kontext und als Vereinsvorstand persönlich. Ich wüsste nicht, wann zuletzt die Änderung einer Rechtsnorm so umfassend präsent war, bzw. wann nahezu jede Person unmittelbare Konsequenzen erfahren hat (und sei es nur, dass man automatisch nervige Newsletter los wird, weil man das opt-in verweigert). Außerdem: wann waren zuletzt Erzeugnisse europäischer Politik für den Endverbraucher derartig erfahrbar und dies grundsätzlich positiv, außer bei der Abschaffung der Roaming-Gebühren vielleicht?

Sirenen-Fehlalarm

Munteres Geheul heute Morgen! Dazu Blitz und Donner, großes Theater! Ein durch Blitzeinschlag ausgelöstes Sirenenkonzert in Gießen. Habe ich – anders als meine Mitbewohner – doch richtig gehört! Ich frage mich ja, ob bei einem wie auch immer gearteten Ernstfall jemand die Signalisierung erst nehmen, geschweige denn die Bedeutung des Signals überhaupt kennen würde. Heutzutage müsste die Aufforderung bei Alarmauslösung wohl lauten: Twitter an!

Matsch machen!

Spaß mit Wasserverschwendung bei der Herstellung von Suspensionen im Sandkasten.