Augenblick
Weblog von Jan Hagemann
die gießener marktplatz-bushaltestellen-häuschen: immerhin schön im dunkeln
so, die weihnachtssache wäre geschafft! wohlgenährt wird einem neuen jahr entgegen gefiebert. diesmal zusammen mit tschechischen freunden in gießen.
als wir heute mit ihnen das mitmachmathemuseum besuchten, habe ich mich neu verliebt. wieder einmal wurde mir klar, warum ich diese stadt so mag. mit meiner 0,2-megapixel-kamera musste ich es einfach festhalten. der blick aus dem fenster in den hof der alten post offenbart den charme dieser stadt.
unaufgeräumt, aber echt. es ist schön hier. ich mag es.
welch wohltat, den wecker von seinem dienst zu suspendieren! nach einem späten riesendominostein-frühstück (danke schrati!) konnte ich beim bummel durch die stadt feststellen, dass giessen auch bei tageslicht besehen hübsch ist. ist heute nicht sogar der kürzeste tag des jahres? dann gehts ja mit dem sonnenlicht langsam wieder bergauf! selbiges konnte man heut fein genießen. urlaub eben…und weils so schön ist, empfehle ich den genuss des stückes „am strand“ von – wie könnte es anders sein – der formidablen platte „endlich urlaub“!
ein weiteres sinnloses blog, auf ewig ungelesen in den weiten des internet? geistige onanie und eitle selbstdarstellung im öffentlichen raum?
ja!
denn im gegensatz zu ausufernden web-2.0-portalen kann man ganz alleine für sich werben und selbst entscheiden, was temporär festgehalten, und was für immer gelöscht wird. daher auch der kürzlich vorgenommene studivz-relaunch. alles gelöscht und neu aufgesetzt. mit hinweis auf diese tolle schwarze seite.
ok, ihr habt ja recht, richtiger protest wäre es gewesen, es künftig dort ganz sein zu lassen, aber wer weiß, vielleicht erinnert sich ja irgend ein/e vergessene/r wegefährt/in eines tages an mich und findet mich ausgerechnet dort. und was passiert anschließend? er/sie wird sofort an diese hübsche schwarze seite verwiesen. ein echter zwiespalt dieses vz, einerseits kann man sich über bekanntschaften informieren, die sonst längst in vergessenheit geraten wären, andererseits wird der begriff freundschaft aufgeweicht und kommunikationsstrukturen innerhalb kürzester zeit umgekrempelt. scheiß idealismus, ich weiß doch, wie schwer ich mich tue, richtige briefe, so mit papier und so, zu schreiben…