Augenblick
Weblog von Jan Hagemann
ich habe diese woche im dradio-wissen-podcast einen beitrag über angebliche ufo-sichtungen gehört. der interviewte astronom klagte, dass seit letztem jahr viele anrufer einen regelmäßig und schnell über den himmel streichenden lichtschein melden. dabei sei dies nur die internationale raumstation iss, die neue sonnensegel erhalten hat und dadurch als zweithellstes nächtliches himmelsobjekt neben dem mond mit bloßem auge zu sehen ist.
heute abend habe ich mich wieder daran erinnert. es war ja ein idealer abend mit sternklarem himmel. ich habe auf heavens-above.com die aktuellen sichtungsdaten (für standort gießen) eingesehen und mich kurz nach acht ans wohnzimmerfenster gestellt. das hat sich dann als prima sternwarte erwiesen, denn schon bald erschieb über dem bahnhof ein lichtchen, welches dann flugs übers krankenhaus flog und dann hoch am himmel verblich.
manchmal werden zufällig verstaubte synapsen aktiviert und man kramt kindheitserinnerungen hervor. fragt mich nicht, warum ich heute morgen an „saber rider an the star sheriffs“ denken musste, jene sciene-ficton-serie, die ich anfang der neunziger verdammt cool fand und die ich nur bei freunden schauen konnte, die schon eine schüssel und somit tele 5 hatten. vielleicht liegt es an dem ohrwurm von titelmelodie, dass sich die serie in meine hirn gebrannt hat.
kurz vor dem start ins wochenende hat mich ein kollege mit pfiffigen bildern toter fliegen aufgemuntert, deren ursprung ich hier entdeckt habe. nicht schlecht!
pic by magnus muhr
eine feine sache hat mir k. gezeigt: mit stepmap lassen sich landkarten selbst gestalten und veröffentlichen. das weckt natürlich prompt den kartographen und fährtenleser in mir.
was ich mir schon als kind gewünscht habe: man müsste mal auf ner karte sehen, wo man schon überall gewesen ist. als ob man einen stift hinter sich her zieht, der eine linie malt, so dass sich von oben ein wirres bild ergibt. dann könnte man noch das bild eines lieben freundes drüberlegen und erkennen, wann und wo sich schonmal die gemeinsamen wege gekreuzt haben. wenn man bedenkt, dass das heute mit den entsprechenden gps-hilfsmittelchen schön möglich ist…
ich finde den rücktritt von frau käßmann konsequent, schließlich hat sie mehr als einen becher zuviel gebechert. ist besoffen auto gefahren. übt sich nun in protestantischer selbstkritik, ist sich ihrer vorbildrolle bewusst.
wir katholiken können davon lernen. bei uns dürfen die sogenannten oberhirten den letzten scheiß verzapfen und bleiben trotzdem im amt…
treffender hingegen ist diese kritische analyse in publik-forum. besonders der passage über „unsichere, sexuell unreife und beziehungsgestörte Persönlichkeiten“ stimme ich voll und ganz zu, ich könnte nämlich eine handvoll nennen. bin immer wieder erleichtert, wenn ich sehe, dass sich auch normale menschen in und für die kirchen engagieren…
obacht! auf den städtischen bürgersteigen haben sich durch wochenlangen frost gut konservierte hundehaufen akkumuliert und warten nun frisch aufgetaut darauf bekanntschaft mit eurem schuhprofil zu machen.
kreative, intelligente werbefilme statt drohkulisse: so bringt man die rundfunkkonsumenten dazu, die öffentlich-rechtlichen anstalten finanziell zu unterstützen. anbei die schwedische variante…
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