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Augenblick

Weblog von Jan Hagemann

bundeshauptstadt a.d.

am vergangenen sonntag sind wir in das politische zentrum der bonner republik exkursiert, haben das sehr zu empfehlende haus der geschichte und den alten plenarsaal des bundestages besucht. der ästhetische höhepunkt stellten doch die farbenfrohen 70er-jahre-plastik-u-bahn-stationen dar.

kalt browsen stärkt die abwehrkräfte

neues aus der reihe „browser, die die welt nicht braucht“: schon blöd, wenn der internet explorer nicht einmal mehr fähig ist, diese für ihn recht wichtige mitteilung anzuzeigen… zweites microsoft-erlebnis heute abend im zug, als sich ein anfängliches „ui!“ zum „oje!“ wandelte, als das lunsen auf den neben mir aufgeklappten silbernen apfelrechner ein nicht auf ihn gehörendes betriebssystem offenbarte… (überschrift übrigens sinngemäß hier geklaut)

kochen nach farben

habe gelesen, dass man beim kochen für kinder immer die ampelfarben rot, grün und gelb dabei haben sollte, das sei gut gegen krebs. im fall unseres heutigen abendessens hats auch einfach fantastisch geschmeckt.

jay jay

endlich wieder schluss mit oberflächlichem smalltalk à la “ bissde auch gut ins neue jahr gekommen?“ oder „sag mal, liegt bei euch auch so viel schnee?“. endlich wieder über fußball philosopieren können, die winterpause ist vorbei! anbei ein video aus besseren tagen…

solidarität

der begriff der solidarität wird gerne und mit unterschiedlicher absicht gebraucht: studenten wollen „solidarität und freie bildung“, die zuschlagende solidarität mit den ostdeutschen bundesländern hat uns feine autobahnen gebracht. der begriff wird meist weniger global verwendet, er orientiert sich vielmehr an konkreten problemstellungen, in denen solidarisches handeln erwartet wird. ich selbst habe eine persönliche definition entwickelt, wie man eine person mit solidarischem gewissen erkennen kann: indem sie eine leere firmenklopapierrolle entfernt und eine neue einfädelt, statt sie bloß auf dem spülkasten liegen zu lassen. ähnliches gilt übrigens für die firmenkaffeekanne…

lurgi will kill us all!

wieder mal irgendeine seuche eingefangen? irgendwas mysteriöses, das dich niederreißt und für tage ans bett fesselt? dann scheint dich die lurgi erwischt zu haben. denn lurgi ist nicht nur ein renommierter deutscher anlagenbauer, sondern steht im englischen sprachraum sprichwörtlich für eine üble erkrankung, seitdem die bbc im jahre 1954 die episode „lurgi strikes britain“ in der comedyserie“the goon show“ über den äther gesendet hat. sie handelt davon, dass immer mehr briten von der heimtückischen lurgi infiziert werden, worauf sie alle das symptom aufweisen, ständig „eeeeeeh yakka-boo!“ rufen zu müssen. da scheinbar alle musikanten in blechbläserkapellen gegen die krankheit immun sind, lässt die britische regierung millionen von instrumenten über den bedrohten städten abwerfen…

bio? logo!

die europäische union lässt derzeit ihre bürger über ein neues europaweites logo für lebensmittel aus biologischem anbau abstimmen. eine entscheidungshilfe gibt es auf taz.de, dort werden dem wähler die modelle „gefallener stern“, „wandteppich“ und „vulva“ näher gebracht.