Augenblick
Weblog von Jan Hagemann
kurz vor dem start ins wochenende hat mich ein kollege mit pfiffigen bildern toter fliegen aufgemuntert, deren ursprung ich hier entdeckt habe. nicht schlecht!
pic by magnus muhr
eine feine sache hat mir k. gezeigt: mit stepmap lassen sich landkarten selbst gestalten und veröffentlichen. das weckt natürlich prompt den kartographen und fährtenleser in mir.
was ich mir schon als kind gewünscht habe: man müsste mal auf ner karte sehen, wo man schon überall gewesen ist. als ob man einen stift hinter sich her zieht, der eine linie malt, so dass sich von oben ein wirres bild ergibt. dann könnte man noch das bild eines lieben freundes drüberlegen und erkennen, wann und wo sich schonmal die gemeinsamen wege gekreuzt haben. wenn man bedenkt, dass das heute mit den entsprechenden gps-hilfsmittelchen schön möglich ist…
ich finde den rücktritt von frau käßmann konsequent, schließlich hat sie mehr als einen becher zuviel gebechert. ist besoffen auto gefahren. übt sich nun in protestantischer selbstkritik, ist sich ihrer vorbildrolle bewusst.
wir katholiken können davon lernen. bei uns dürfen die sogenannten oberhirten den letzten scheiß verzapfen und bleiben trotzdem im amt…
treffender hingegen ist diese kritische analyse in publik-forum. besonders der passage über „unsichere, sexuell unreife und beziehungsgestörte Persönlichkeiten“ stimme ich voll und ganz zu, ich könnte nämlich eine handvoll nennen. bin immer wieder erleichtert, wenn ich sehe, dass sich auch normale menschen in und für die kirchen engagieren…
obacht! auf den städtischen bürgersteigen haben sich durch wochenlangen frost gut konservierte hundehaufen akkumuliert und warten nun frisch aufgetaut darauf bekanntschaft mit eurem schuhprofil zu machen.
kreative, intelligente werbefilme statt drohkulisse: so bringt man die rundfunkkonsumenten dazu, die öffentlich-rechtlichen anstalten finanziell zu unterstützen. anbei die schwedische variante…
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und weiter gehts wieder mit meiner lieblingspartei. diese hat nämlich nichts besseres zu tun, als sich über die beabsichtigte tageschau-applikation für apple-gerätschaften zu beschweren.
wo ist das problem? auf tagesschau.de gibt es doch jetzt schon aufbereitete nachrichten als neewsfeeds oder filmschnipsel, mehr als ein feedreader wird das app nicht werden müssen. außerdem bezahle ich ja bei der gez auch für „neuartige rundfunkgeräte“ und finde die bereits existierenden öffentlich-rechtlichen applikationen wie die fürs deutschlandradio gut.
ekelerregend: leber und guido w.
man sollte ja schon aufpassen, aus welcher position heraus man kritik übt.
wenn man wie ich zum beispiel nie (militärisch) gedient hat, macht man sich natürlich gerne lustig über unsere verehrte bundeswehr. „so eine überraschung!“, denkt man sich, „beim bund wird gesoffen? das hätte ich aber nie gedacht!“. mir hat mal jemand erzählt, dass er noch nie in seinem leben so viel geschlafen, gesoffen und gelesen habe wie während des wehrdienstes, und er sei noch einer der wenigen gewesen, die überhaupt gelesen hätten…