Sirenen-Fehlalarm

Munteres Geheul heute Morgen! Dazu Blitz und Donner, großes Theater!

Ein durch Blitzeinschlag ausgelöstes Sirenenkonzert in Gießen. Habe ich – anders als meine Mitbewohner – doch richtig gehört!

Ich frage mich ja, ob bei einem wie auch immer gearteten Ernstfall jemand die Signalisierung erst nehmen, geschweige denn die Bedeutung des Signals überhaupt kennen würde.

Heutzutage müsste die Aufforderung bei Alarmauslösung wohl lauten: Twitter an!

Beschützt vor dem Orkan

Pause bei der Ober-Mörlener „Schutz Mantel Madonna für Autofahrer“. Für Bahnfahrer war gestern nicht der beste Tag. Mein Zug endete in Friedberg, gut 40km vor Gießen. Als Radfahrer gings dann weiter. Etwas beschwerlich gewesen, aber letztlich gut beschützt angekommen. Immerhin: Die Sonne schien meistens! Und der Muskelkater hält sich in Grenzen.

Bundestagswahl 2017

„…Have no fear for atomic energy,
cause none of them can stop the time…“

Bob Marley, Redemption Song

 

Zwei „persönliche“ Wahlergebnisse: In meiner kommunalen Filterblase der Gießener Innenstadt sind die vier Volksparteien praktisch gleichauf.

Und: Der alte Jossgrund! Ist zwar immer noch ein „schwarzes Loch“, aber unterdurchschnittlich dumpfdeutsch. In den umliegenden Gemeinden holen die Knetbirnen fünfzehn bis zwanzig Prozent, im Jossgrund kommt die AfD „nur“ auf knapp zehn Prozent. Es gibt dort wohl mehr Menschen mit guter Herzensbildung als anderswo!

Auswechselspieler

Pünktlich zum Beginn der Saison wünscht sich A. Rüttenauer in der Taz eine stärkere Durchlässigkeit von Fußballfan-Biographien, weniger ehrenschwülstige Überladung, weniger Verbissen- und mehr Entspanntheit in den Fanszenen. Dem stimme ich zu.

Wer weiß, vielleicht möchten die Jungs mit den Bayernkappen dort auf dem Foto später mal lieber,… sagen wir,… der Frankfurter Eintracht die Daumen drücken? Vielleicht möchen sie irgendwann Fußball einfach herzlich egal finden dürfen? Warum denn eigentlich nicht?

HMS Terror entdeckt

Vor wenigen Tagen wurde das Wrack eines bekannten britisches Kriegs- und Expeditionsschiffes gefunden, das der HMS Terror. Dieses ist schon einmal hier durchs Blog gesegelt und ist – zusammen mit dem Schwesterschiff HMS Erebus – all jenen bekannt, die gerne die Expeditionsberichte von Cook, Ross, Amundsen und Co. über die Entdeckung Antarktikas gelesen haben. Dort tragen auch zwei eisige Vulkane am den Namen der Schiffe.

Das Mörserschiff, dass aufgrund seiner früheren Verwendung am Text der us-amerikanischen Nationalhymne nicht ganz unschuldig ist, war im Laufe seines Daseins an wichtigen Erfolgen bei der Erkundung der südlichen Hemisphäre beteiligt. Sein Schicksal fand es jedoch – ebenso wie die Erebus – im nördlichen Eismeer beim Versuch Franklins die legendäre Nordwestpassage zu durchqueren (was später dem Südpolpionier Amundsen gelang).

Nun hat ein kanadisches Team unter Berücksichtigung des Hinweises eines Inuit das wohl noch gut erhaltene Schiff lokalisiert und seinen Zustand dokumentiert. Viele langjährige Rätsel scheinen nun lösbar geworden zu sein.

Admiral Sir George Back – HMS Terror anchored in the waters around Baffin Island [pd]