Ende Gelände!

Aus aktuellem Anlass der Proteste rund um sowie im Braunkohle-Abbaugebiet: Ich war im Jahr 2005 mal unten im Hambacher Loch.

Man bekommt da einen guten Eindruck was Raubbau an der Natur bedeutet und wie man sich das Land Mordor vorzustellen hat. Weitläufig, kahl, tot. Jegliche Argumentation, dass Windkraftanlagen die Kulturlandschaft verschandelten, wird hier in beeindruckender Weise relativiert.

Inzwischen lässt sich unser Energieversorgung in anderer, verantwortungsvollerer Art und Weise sicherstellen. Arbeitsplätze wird es auch weiterhin genug geben, sowohl in der langwierigen Renaturierung der Flächen, als auch in einer nachhaltigen Energiewirtschaft.

Sirenen-Fehlalarm

Munteres Geheul heute Morgen! Dazu Blitz und Donner, großes Theater!

Ein durch Blitzeinschlag ausgelöstes Sirenenkonzert in Gießen. Habe ich – anders als meine Mitbewohner – doch richtig gehört!

Ich frage mich ja, ob bei einem wie auch immer gearteten Ernstfall jemand die Signalisierung erst nehmen, geschweige denn die Bedeutung des Signals überhaupt kennen würde.

Heutzutage müsste die Aufforderung bei Alarmauslösung wohl lauten: Twitter an!

Beschützt vor dem Orkan

Pause bei der Ober-Mörlener „Schutz Mantel Madonna für Autofahrer“. Für Bahnfahrer war gestern nicht der beste Tag. Mein Zug endete in Friedberg, gut 40km vor Gießen. Als Radfahrer gings dann weiter. Etwas beschwerlich gewesen, aber letztlich gut beschützt angekommen. Immerhin: Die Sonne schien meistens! Und der Muskelkater hält sich in Grenzen.

Bundestagswahl 2017

„…Have no fear for atomic energy,
cause none of them can stop the time…“

Bob Marley, Redemption Song

 

Zwei „persönliche“ Wahlergebnisse: In meiner kommunalen Filterblase der Gießener Innenstadt sind die vier Volksparteien praktisch gleichauf.

Und: Der alte Jossgrund! Ist zwar immer noch ein „schwarzes Loch“, aber unterdurchschnittlich dumpfdeutsch. In den umliegenden Gemeinden holen die Knetbirnen fünfzehn bis zwanzig Prozent, im Jossgrund kommt die AfD „nur“ auf knapp zehn Prozent. Es gibt dort wohl mehr Menschen mit guter Herzensbildung als anderswo!

Auswechselspieler

Pünktlich zum Beginn der Saison wünscht sich A. Rüttenauer in der Taz eine stärkere Durchlässigkeit von Fußballfan-Biographien, weniger ehrenschwülstige Überladung, weniger Verbissen- und mehr Entspanntheit in den Fanszenen. Dem stimme ich zu.

Wer weiß, vielleicht möchten die Jungs mit den Bayernkappen dort auf dem Foto später mal lieber,… sagen wir,… der Frankfurter Eintracht die Daumen drücken? Vielleicht möchen sie irgendwann Fußball einfach herzlich egal finden dürfen? Warum denn eigentlich nicht?