Futterkrippe

Als letzte Amtshandlung in der Elternzeit habe ich einem alten ungenutzten Raspberry Pi 2 Model B eine Existenzberechtigung zukommen lassen wollen. Sinnvoll wäre für mich: ein selbstgehosteter Dienst zum Lesen und Synchronisieren von RSS-Feeds. Die habe ich seit dem Dahinscheiden des Google Readers nämlich nur lokal auf verschiedenen Geräten.

Und so habe ich Stunde und Stunde im Internet gewühlt, mir mehr oder weniger aktuelle Tutorials durchgelesen und habe ausprobiert, bin gescheitert, hatte Aha!- und Ochnö!-Erlebnisse.

Zwei Sackgassen waren: Eine Nextcloud, die ich zwar zum Laufen gebracht habe, wo das News-Modul für RSS aber gerne 64bit haben möchte (was der Pi nicht aufbietet) und TinyTinyRSS wo es irgendwann nicht mehr weiterging, weil die kürzlich auf ausschließliche Docker-Installation umgestellt haben, was die alten Tutorials noch nicht berücksichtigen und was mir dann auch irgendwie zu viel wird. Weil im Forum der Developer zudem User beschimpft, die dies ansprechen, hab ich das dann gelassen.

Und dann habe ich gesehen, dass meine Reader-App Netnewswire auf dem iPhone auch mit FreshRSS syncen kann, habe ich dort mal geguckt und dann war’s eigentlich ganz einfach!

Und nun muss ich das Ganze nur noch etwas pflegen und sortieren und außerdem darauf hoffen, dass Ihr auch mal wieder bloggt… 😋

Meine Vorgehensweise habe ich übrigens hier dokumentiert (in English), falls es jemand nachbauen möchte.

Gastfreundschaft

Kaum zu glauben, aber dieses Blog geht so langsam auf seinen tausendsten Beitrag zu!

Aus diesem Anlass habe ich bei einigen Weggefährt*innen und potentiellen Leser*innen angefragt, ob sie hier gerne einen Gastbeitrag schreiben möchten. Ich freue mich schon und bin gespannt, was in den nächsten Wochen in loser Folge an dieser Stelle erscheinen wird!

Photo by Joseph Pearson on Unsplash

Freie Fotos

Die Bilder, die ich hier in die Post packe, sind meinst von mir. Gelegentlich greife ich auf gemeinfreie oder Creative-Commons-lizensierte Fotos von commons.wikimedia.org oder thenounproject.com zurück. Flickr ist aus Gründen mal rausgeflogen.

Nun wurde ich auf eine weitere Bildersammlung aufmerksam gemacht: Sie heißt unsplash.com und bietet viele schöne, großformatige Fotografien unter einer gemeinfrei-ähnlichen Lizenz an. Bei Benutzung ist ein Verweis auf die Urheberin nicht erforderlich, gehört jedoch zum guten Ton.

Schaut es euch mal an. Wird wohl auch hier noch oft auftauchen, vermute ich!

Photo by Rich Lock on Unsplash

Mastodon

Ich probiere gerade etwas Neues aus: Seit ein paar Tagen bin ich bei (einem) Mastodon vertreten, siehe chaos.social/@lexi. Mein erster Eindruck ist sehr angenehm und inspirierend. Und es war klar: der mstern ist mit von der Partie!

Über rss-feeds bekomme ich themenspezifische Blogs und Tagesaktuelles rein, über Twitter vor allem Verlautbarungen von Institutionen (ich lese dort nur, schreibe aber nicht). Ein gut funktionierendes Netzwerk, wo in erster Linie der persönliche, freundliche Austausch zwischen Menschen erfolgt, wäre da eine schöne Ergänzung. Mir wirklich am Herzen liegende Augenblicke schreibe ich natürlich weiterhin in dieses Blog!

Mal schauen wie sich das entwickelt. Zwar zeichnen sich auch im „Fediverse“ die unvermeidlichen Entwicklungen ab, wenn Leute mittels Tastatur kommunizieren. Ich habe aber den Eindruck, dass es was werden könnte.

Ich erkläre euch gerne wie so etwas funktioniert, bei Interesse einfach fragen.

Passend dazu habe ich folgende alte Einträge gefunden:

  • 2010-11-14 Social Network Stereotypes
  • 2010-11-27 Mein Einstieg bei Twitter und Diaspora (hihi)
  • 2013-03-14 Der Tod des Google Readers

Rüsseltier: Charles R. Knight – American Mastodon [pd]

Der unvermeidliche DSGVO/GDPR-Post

Eigentlich ist ja alles schon gesagt worden.

Bemerkenswert finde ich, wie sehr die Datenschutzgrundverordnung in letzter Zeit Gegenstand der Berichterstattung ist, und zwar in allen von mir konsumierten Medien, egal ob gedruckt, im Radio, Podcast, Twitter oder Blog. Da waren viele kluge, lustige, hilfreiche aber eben auch panische Rezensionen dabei. Ich kann sie unmöglich alle hier aufzählen.

Neben dem Blog betriftt die DSGVO mich auch in meinem beruflichen Kontext und als Vereinsvorstand persönlich. Ich wüsste nicht, wann zuletzt die Änderung einer Rechtsnorm so umfassend präsent war, bzw. wann nahezu jede Person unmittelbare Konsequenzen erfahren hat (und sei es nur, dass man automatisch nervige Newsletter los wird, weil man das opt-in verweigert). Außerdem: wann waren zuletzt Erzeugnisse europäischer Politik für den Endverbraucher derartig erfahrbar und dies grundsätzlich positiv, außer bei der Abschaffung der Roaming-Gebühren vielleicht?

Ich finde das Ding grundsätzlich okay, die Blüten, die sie treibt bisschen nervig. Alle haben nun ähnlich klingende, ellenlange Datenschutzerklärungen auf ihren Seiten, die einzig und allein den Verantwortlichen den Arsch retten sollen, aber nicht informativ sind. Ein dümmlicher Punkt zum Beispiel: Warum soll eine Datenschutzerklärung wesentliche Punkte des Verordnungstextes wiedergeben? Bei allen stehen nun Litaneien an Begriffsbestimmungen und die Aufzählung aller Betroffenenrechte, die eins-zu-eins der Verordnung entstammen. Diese Rechte entstehen, weil das Europäische Parlament die Verordnung erlassen hat, nicht weil ich sie aufzähle. Sie bestünden auch wenn ich sie nicht erwähnte, das spricht sich doch rum….

Ich bin mal sehr gespannt, was ab heute so alles folgt, im Hinblick auf Verkackungen, Klagen, Gerichtsurteile, Justierungen am Verordnungstext,…

Jedenfalls, letztlich gilt wohl auch hier: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Vergleichbare Rechtsnormen bestanden, wenn auch nicht europaweit einheitlich, bereits bisher. Man kann wohl getrost entspannt bleiben, dicke Bußgelder sind in der Breite wohl nicht zu befürchten und Johnny fasst heute mit der besten Anhalterweisheit zusammen: Don’t panic!

Was ich hier also tat:

[Symbolbild: kürzlich gesichteter Hinweis auf Schutzeinrichtung einer Pferdekoppel. Ich mag die lautmalerische Anschaulichkeit des niederländischen Begriffs und muss bei der misszuverstehenden Aussprache des französischen immer leicht schmunzeln]

https

Abdichten vom Leckagen im Maschinenraum: SSL sollte nun laufen, ein grünes Schloss erscheinen.

Das umfangreiche Medienverzeichnis musste allerdings von der bisherigen Subdomain rüberwandern. Kleine Verluste: Beim Umschreiben der Datenbankeintränge hat sich wohl gerächt, dass eine alte Kamera immer *.JPG statt *.jpg an die Datei geschrieben hat. Manche Bilder sind nun nicht mehr zu sehen, muss ich händisch also noch nachjustieren…

Screenshot: Ergebnis des Überprüfungstools https://webbkoll.dataskydd.net/en/

Ausgemistet

Ein Bericht auf „Linux und ich“ über eine Abmahnung wegen eines nicht korrekt referenzierten Bild unter Creative-Commons-Lizenz hat mich aufhorchen lassen. Seit Anbeginn dieses Blogs packte ich in der Regel ein Bild in jeden Post. Hatte ich mal kein eigenes zur Hand, suchte ich auf Flickr nach einem zur Weiterverwendung unter CC-Lizenz. Den Verweis habe ich eigentlich immer vorgenommen, wie sich jetzt zeigt wohl eher etwas flapsig (z.B. kein Link auf die jeweilige Lizenzversion).

Auf so einen Scheiß hab ich echt keine Lust. Ich hab kein Problem damit den Großteil der Flickr-Bilder einfach über Bord zu werfen. Eigentlich war die „Notwendigkeit“, ein passendes Bild finden zu müssen, eher immer ein Hemmschuh einen Gedanken oder ein Fundstück mal schnell hier festzuhalten. Vielleicht kommen also künftig mehr Einträge ohne Bild.

Entsprechend habe ich mal aufgeräumt, ich hoffe ich habe alles erwischt:

  • 41 gemeinfreie Bilder (public domain) durch einen Quellenverweis deutlicher als solche gekennzeichnet
  • bei 26 CC-lizensierten Bilder (meist von commons.wikimedia.org oder thenounproject.com) die Verweise ergänzt/korrigiert
  • die nachfolgend verlinkten 67 Bilder sind ersatzlos rausgeflogen…

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