Der unvermeidliche DSGVO/GDPR-Post

Eigentlich ist ja alles schon gesagt worden.

Bemerkenswert finde ich, wie sehr die Datenschutzgrundverordnung in letzter Zeit Gegenstand der Berichterstattung ist, und zwar in allen von mir konsumierten Medien, egal ob gedruckt, im Radio, Podcast, Twitter oder Blog. Da waren viele kluge, lustige, hilfreiche aber eben auch panische Rezensionen dabei. Ich kann sie unmöglich alle hier aufzählen.

Neben dem Blog betriftt die DSGVO mich auch in meinem beruflichen Kontext und als Vereinsvorstand persönlich. Ich wüsste nicht, wann zuletzt die Änderung einer Rechtsnorm so umfassend präsent war, bzw. wann nahezu jede Person unmittelbare Konsequenzen erfahren hat (und sei es nur, dass man automatisch nervige Newsletter los wird, weil man das opt-in verweigert). Außerdem: wann waren zuletzt Erzeugnisse europäischer Politik für den Endverbraucher derartig erfahrbar und dies grundsätzlich positiv, außer bei der Abschaffung der Roaming-Gebühren vielleicht?

Ich finde das Ding grundsätzlich okay, die Blüten, die sie treibt bisschen nervig. Alle haben nun ähnlich klingende, ellenlange Datenschutzerklärungen auf ihren Seiten, die einzig und allein den Verantwortlichen den Arsch retten sollen, aber nicht informativ sind. Ein dümmlicher Punkt zum Beispiel: Warum soll eine Datenschutzerklärung wesentliche Punkte des Verordnungstextes wiedergeben? Bei allen stehen nun Litaneien an Begriffsbestimmungen und die Aufzählung aller Betroffenenrechte, die eins-zu-eins der Verordnung entstammen. Diese Rechte entstehen, weil das Europäische Parlament die Verordnung erlassen hat, nicht weil ich sie aufzähle. Sie bestünden auch wenn ich sie nicht erwähnte, das spricht sich doch rum….

Ich bin mal sehr gespannt, was ab heute so alles folgt, im Hinblick auf Verkackungen, Klagen, Gerichtsurteile, Justierungen am Verordnungstext,…

Jedenfalls, letztlich gilt wohl auch hier: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Vergleichbare Rechtsnormen bestanden, wenn auch nicht europaweit einheitlich, bereits bisher. Man kann wohl getrost entspannt bleiben, dicke Bußgelder sind in der Breite wohl nicht zu befürchten und Johnny fasst heute mit der besten Anhalterweisheit zusammen: Don’t panic!

Was ich hier also tat:

[Symbolbild: kürzlich gesichteter Hinweis auf Schutzeinrichtung einer Pferdekoppel. Ich mag die lautmalerische Anschaulichkeit des niederländischen Begriffs und muss bei der misszuverstehenden Aussprache des französischen immer leicht schmunzeln]

Bundestagswahl 2017

„…Have no fear for atomic energy,
cause none of them can stop the time…“

Bob Marley, Redemption Song

 

Zwei „persönliche“ Wahlergebnisse: In meiner kommunalen Filterblase der Gießener Innenstadt sind die vier Volksparteien praktisch gleichauf.

Und: Der alte Jossgrund! Ist zwar immer noch ein „schwarzes Loch“, aber unterdurchschnittlich dumpfdeutsch. In den umliegenden Gemeinden holen die Knetbirnen fünfzehn bis zwanzig Prozent, im Jossgrund kommt die AfD „nur“ auf knapp zehn Prozent. Es gibt dort wohl mehr Menschen mit guter Herzensbildung als anderswo!

Das wird man doch noch sagen dürfen!

Ihr ganzen „besorgten“ Bürger, Schnullernazis und Knetbirnen: Ist das euer Ernst? Davor habt ihr Angst? Nun macht mal halblang! Fremdenfeindlichkeit hat doch schon so oft gar schreckliche Folgen gehabt.

Grundschulshirtmotiv (vermutlich 1992): ridaf