Ausgemistet

Ein Bericht auf „Linux und ich“ über eine Abmahnung wegen eines nicht korrekt referenzierten Bild unter Creative-Commons-Lizenz hat mich aufhorchen lassen. Seit Anbeginn dieses Blogs packte ich in der Regel ein Bild in jeden Post. Hatte ich mal kein eigenes zur Hand, suchte ich auf Flickr nach einem zur Weiterverwendung unter CC-Lizenz. Den Verweis habe ich eigentlich immer vorgenommen, wie sich jetzt zeigt wohl eher etwas flapsig (z.B. kein Link auf die jeweilige Lizenzversion).

Auf so einen Scheiß hab ich echt keine Lust. Ich hab kein Problem damit den Großteil der Flickr-Bilder einfach über Bord zu werfen. Eigentlich war die „Notwendigkeit“, ein passendes Bild finden zu müssen, eher immer ein Hemmschuh einen Gedanken oder ein Fundstück mal schnell hier festzuhalten. Vielleicht kommen also künftig mehr Einträge ohne Bild.

Entsprechend habe ich mal aufgeräumt, ich hoffe ich habe alles erwischt:

  • 41 gemeinfreie Bilder (public domain) durch einen Quellenverweis deutlicher als solche gekennzeichnet
  • bei 26 CC-lizensierten Bilder (meist von commons.wikimedia.org oder thenounproject.com) die Verweise ergänzt/korrigiert
  • die nachfolgend verlinkten 67 Bilder sind ersatzlos rausgeflogen…

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Neues aus dem Backend

Nachfolgend bloß Metagequatsche für die Interessierten unter euch:

Bis 2008 wurde dieses Blog mit iWeb gebastelt und erschien direkt unter janhagemann.eu, dann wollte ich was „Richtiges“ (und OS-unabhängiges) haben und zog zu janhagemann.wordpress.com um. Mitte 2009 entdeckte ich dann eine auf WordPress basierende Blogfunktion in meinem Hosting-Paket. Die eigene (Sub-)Domain wieder zu nutzen war mir wichtig, seitdem taucht Augenblick unter der obigen Adresse auf. Im Jahr 2010 wurde dann ein neuer Motor unter die Haube gesetzt, in Form einer eigenen WordPress-Installation. Endlich konnte ich Aussehen und Funktionalität meines Tagebuchs nach eigenem Geschmack bestimmen. Ich war „frei“!

Mit der Zeit sammelt sich dann durchaus einiges an Schrott an: Plugins, deren Entwicklung versiegt, Links, die die ins Leere zeigen, Kategorien, die leer- oder volllaufen. Ab und zu muss also mal aufgeräumt werden.

Heute war wieder mal so ein Tag. Insbesondere habe ich mich mal der WordPress.com-Rudimente gewidmet, die sich in der Zwischenzeit in Form des Plugins Jetpack tief ins Backend ge- und ein Stück weit die Freiheit des Selbsthosting untergraben haben. Ich hab das Ding jetzt endlich rausgeschmissen. Es hat mich zum Schluss schon recht genervt. Alle Nas lang werden neue Funktionalitäten serviert, die ich nicht benötige. Letztlich hielt ich nur aus Bequemlichkeit (und Neugierde > Statistiktool WordPress Stats) daran fest. Wichtige Bestandteile aus Jetpack lassen sich aber auch mit zwei, drei Einzelplugins weiterhin abbilden.

Was ich zudem schon eine Weile lang unschön fand: Die Verschmelzung von WordPress und Gravatar. Letzteres war zu Beginn ne feine Sache: Gab man irgendwo seine Mailadresse ein, erschien prompt das selbstgewählte Bild daneben. Doch mit der Übernahme durch WordPress.com ist man in Geiselhaft geraten: Automatisch wurde ein Gravatar-Account zum WordPress.com-Account und umgekehrt. Dies hat nun zur Folge, dass überall dort, wo man auf WordPress.com (oder auf mit Jetpack versehenen Seiten) mit einer Mailadresse kommentieren möchte, die irgendwie WordPress.com bzw. Gravatar bekannt ist, man gezwungen wird, sich in den jeweiligen Account einzuloggen. Das finde ich sehr unbequem für mich selbst (Cookies müssen sich bei mir in der Regel schnell verkrümeln), aber auch übergriffig gegenüber denjenigen, die bei mir kommentieren möchten. Ich habe jedenfalls deswegen bereits Kommentare genervt verworfen, das ist eigentlich schade.

Also, was blieb mir über? Gravatar/WordPress.com-Account mit Wegwerfadresse und leerem Füllmaterial versehen (denn löschen kann man ihn nicht, auch noch so ne Sache…) und eigene Mailadressen befreien. Account verkümmern lassen.

Die Konsequenz für mich: Mein hübsches GHS08-Icon wird nun außerhalb meiner Seite nicht mehr angezeigt, da erscheint jetzt was ihr als Admins bestimmt (und ggf. ein Link zum verkümmerten Gravatar-Profil).

Hier im Blog habe ich mir mittels Plugin einen lokalen Avatar gesetzt. Zudem habe ich mir aus Gründen erlaubt, künftig eure Gravatare einfach zu unterdrücken: Kommentierende erhalten allesamt das GHS07-Symbol. Passt ja inhaltlich und ist aus einem Guss.

Letztlich sorgen diese Verzichte nun wieder für etwas mehr Autarkie, für eine geringere Vernetzung mit externen Diensten, schlankeres HTML und weniger rechtlichen Zorres wegen urheberrechtsverletzender Gravatare, problematischer Statistik- oder Antispamtools.

So sieht’s aus.

rocket belt [pd]

Disconnected

Ich war sehr geduldig mit dem Post-Nachfolger. Für meine Verhältnisse außerordentlich treu, selbst als die Leitung flatterte und man mich an der Hotline abzuwimmeln versuchte. Anschließend kam das Firmware-Update für den Mietplasterouter, welches das WLAN abschaltete. Und dann reichte es mir. Es ist so elend, dieser ganze Schrott, diese ganzen Scheißpakete mit Diensten, die man nicht benötigt…

Also werfe ich mich nun dem nächsten Vertreter moderner Wegelagerei und Raubrittertums Internet Service Provider um den Hals. Vermutlich mit ähnlichem Ergebnis. Aber zumindest besserer Hardware.

Falls ich also in den nächsten Tagen schlecht erreichbar sein sollte, wisst ihr warum. Bei Ausbleiben von Posts über längere Zeit erbitte ich eine Vermisstenanzeige bei der Bundesnetzagentur.

(un)abhängig sein

meinen google-account habe ich mir hauptsächlich wegen des google readers geklickt. nun wird er eingestellt. das ist schade, denn ich habe die ordentliche synchronisation und die aufgeräumte web-darstellung sehr geschätzt. in ähnlicher weise zeigt der kalender eine gute funktionalität auf mehreren, diversitären systemen. dazu kommt die große anzahl von clients, die eine anbindung an google-dienste im hintergrund nutzen.

dann werde ich mich mal auf die suche nach alternativen machen. ob ich es wohl hinkriege mein hosting-paket um ein paar datenbanken zu erweitern um eine eigene installation eines nachrichten-sammlers, eines kalenders oder einer adressfunktion zu versuchen? leider liegt das im grenzbereich meines informationstechnologischen könnens. wordpress habe ich grad noch so hinbekommen. werde berichten.

tablette

von zeit zu zeit muss ein neues spielzeug her. zuletzt habe ich herzlichen empfehlungen zum nexus 7 vertraut und mir dieses tablet zugelegt. das gerät ersetzt zwar weder buch noch vollwertigen rechner, ist aber tatsächlich flink, günstig und für den großteil des internetkonsums durchaus praktisch.

nun tummeln sich also im pantheon:

  • Jupiter – Produktionsrechner – Lenovo ThinkPad T520 mit Ubuntu 12.10
  • Merkur – Sofarechner – Asus Nexus 7 mit Android 4.1
  • Apollo – Musikspieler – SanDisk Sansa Clip Zip
  • Minerva – Mobiltelefon – Nokia 3720
  • Vesta – Sicherungsplatte