Gastfreundschaft

Kaum zu glauben, aber dieses Blog geht so langsam auf seinen tausendsten Beitrag zu!

Aus diesem Anlass habe ich bei einigen Weggefährt*innen und potentiellen Leser*innen angefragt, ob sie hier gerne einen Gastbeitrag schreiben möchten. Ich freue mich schon und bin gespannt, was in den nächsten Wochen in loser Folge an dieser Stelle erscheinen wird!

Photo by Joseph Pearson on Unsplash

Freie Fotos

Die Bilder, die ich hier in die Post packe, sind meinst von mir. Gelegentlich greife ich auf gemeinfreie oder Creative-Commons-lizensierte Fotos von commons.wikimedia.org oder thenounproject.com zurück. Flickr ist aus Gründen mal rausgeflogen.

Nun wurde ich auf eine weitere Bildersammlung aufmerksam gemacht: Sie heißt unsplash.com und bietet viele schöne, großformatige Fotografien unter einer gemeinfrei-ähnlichen Lizenz an. Bei Benutzung ist ein Verweis auf die Urheberin nicht erforderlich, gehört jedoch zum guten Ton.

Schaut es euch mal an. Wird wohl auch hier noch oft auftauchen, vermute ich!

Photo by Rich Lock on Unsplash

Mastodon

Ich probiere gerade etwas Neues aus: Seit ein paar Tagen bin ich bei (einem) Mastodon vertreten, siehe chaos.social/@lexi. Mein erster Eindruck ist sehr angenehm und inspirierend. Und es war klar: der mstern ist mit von der Partie!

Über rss-feeds bekomme ich themenspezifische Blogs und Tagesaktuelles rein, über Twitter vor allem Verlautbarungen von Institutionen (ich lese dort nur, schreibe aber nicht). Ein gut funktionierendes Netzwerk, wo in erster Linie der persönliche, freundliche Austausch zwischen Menschen erfolgt, wäre da eine schöne Ergänzung. Mir wirklich am Herzen liegende Augenblicke schreibe ich natürlich weiterhin in dieses Blog!

Mal schauen wie sich das entwickelt. Zwar zeichnen sich auch im „Fediverse“ die unvermeidlichen Entwicklungen ab, wenn Leute mittels Tastatur kommunizieren. Ich habe aber den Eindruck, dass es was werden könnte.

Ich erkläre euch gerne wie so etwas funktioniert, bei Interesse einfach fragen.

Passend dazu habe ich folgende alte Einträge gefunden:

  • 2010-11-14 Social Network Stereotypes
  • 2010-11-27 Mein Einstieg bei Twitter und Diaspora (hihi)
  • 2013-03-14 Der Tod des Google Readers

Rüsseltier: Charles R. Knight – American Mastodon [pd]

Der unvermeidliche DSGVO/GDPR-Post

Eigentlich ist ja alles schon gesagt worden.

Bemerkenswert finde ich, wie sehr die Datenschutzgrundverordnung in letzter Zeit Gegenstand der Berichterstattung ist, und zwar in allen von mir konsumierten Medien, egal ob gedruckt, im Radio, Podcast, Twitter oder Blog. Da waren viele kluge, lustige, hilfreiche aber eben auch panische Rezensionen dabei. Ich kann sie unmöglich alle hier aufzählen.

Neben dem Blog betriftt die DSGVO mich auch in meinem beruflichen Kontext und als Vereinsvorstand persönlich. Ich wüsste nicht, wann zuletzt die Änderung einer Rechtsnorm so umfassend präsent war, bzw. wann nahezu jede Person unmittelbare Konsequenzen erfahren hat (und sei es nur, dass man automatisch nervige Newsletter los wird, weil man das opt-in verweigert). Außerdem: wann waren zuletzt Erzeugnisse europäischer Politik für den Endverbraucher derartig erfahrbar und dies grundsätzlich positiv, außer bei der Abschaffung der Roaming-Gebühren vielleicht?

Ich finde das Ding grundsätzlich okay, die Blüten, die sie treibt bisschen nervig. Alle haben nun ähnlich klingende, ellenlange Datenschutzerklärungen auf ihren Seiten, die einzig und allein den Verantwortlichen den Arsch retten sollen, aber nicht informativ sind. Ein dümmlicher Punkt zum Beispiel: Warum soll eine Datenschutzerklärung wesentliche Punkte des Verordnungstextes wiedergeben? Bei allen stehen nun Litaneien an Begriffsbestimmungen und die Aufzählung aller Betroffenenrechte, die eins-zu-eins der Verordnung entstammen. Diese Rechte entstehen, weil das Europäische Parlament die Verordnung erlassen hat, nicht weil ich sie aufzähle. Sie bestünden auch wenn ich sie nicht erwähnte, das spricht sich doch rum….

Ich bin mal sehr gespannt, was ab heute so alles folgt, im Hinblick auf Verkackungen, Klagen, Gerichtsurteile, Justierungen am Verordnungstext,…

Jedenfalls, letztlich gilt wohl auch hier: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Vergleichbare Rechtsnormen bestanden, wenn auch nicht europaweit einheitlich, bereits bisher. Man kann wohl getrost entspannt bleiben, dicke Bußgelder sind in der Breite wohl nicht zu befürchten und Johnny fasst heute mit der besten Anhalterweisheit zusammen: Don’t panic!

Was ich hier also tat:

[Symbolbild: kürzlich gesichteter Hinweis auf Schutzeinrichtung einer Pferdekoppel. Ich mag die lautmalerische Anschaulichkeit des niederländischen Begriffs und muss bei der misszuverstehenden Aussprache des französischen immer leicht schmunzeln]

https

Abdichten vom Leckagen im Maschinenraum: SSL sollte nun laufen, ein grünes Schloss erscheinen.

Das umfangreiche Medienverzeichnis musste allerdings von der bisherigen Subdomain rüberwandern. Kleine Verluste: Beim Umschreiben der Datenbankeintränge hat sich wohl gerächt, dass eine alte Kamera immer *.JPG statt *.jpg an die Datei geschrieben hat. Manche Bilder sind nun nicht mehr zu sehen, muss ich händisch also noch nachjustieren…

Screenshot: Ergebnis des Überprüfungstools https://webbkoll.dataskydd.net/en/

Ausgemistet

Ein Bericht auf „Linux und ich“ über eine Abmahnung wegen eines nicht korrekt referenzierten Bild unter Creative-Commons-Lizenz hat mich aufhorchen lassen. Seit Anbeginn dieses Blogs packte ich in der Regel ein Bild in jeden Post. Hatte ich mal kein eigenes zur Hand, suchte ich auf Flickr nach einem zur Weiterverwendung unter CC-Lizenz. Den Verweis habe ich eigentlich immer vorgenommen, wie sich jetzt zeigt wohl eher etwas flapsig (z.B. kein Link auf die jeweilige Lizenzversion).

Auf so einen Scheiß hab ich echt keine Lust. Ich hab kein Problem damit den Großteil der Flickr-Bilder einfach über Bord zu werfen. Eigentlich war die „Notwendigkeit“, ein passendes Bild finden zu müssen, eher immer ein Hemmschuh einen Gedanken oder ein Fundstück mal schnell hier festzuhalten. Vielleicht kommen also künftig mehr Einträge ohne Bild.

Entsprechend habe ich mal aufgeräumt, ich hoffe ich habe alles erwischt:

  • 41 gemeinfreie Bilder (public domain) durch einen Quellenverweis deutlicher als solche gekennzeichnet
  • bei 26 CC-lizensierten Bilder (meist von commons.wikimedia.org oder thenounproject.com) die Verweise ergänzt/korrigiert
  • die nachfolgend verlinkten 67 Bilder sind ersatzlos rausgeflogen…

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Neues aus dem Backend

Nachfolgend bloß Metagequatsche für die Interessierten unter euch:

Bis 2008 wurde dieses Blog mit iWeb gebastelt und erschien direkt unter janhagemann.eu, dann wollte ich was „Richtiges“ (und OS-unabhängiges) haben und zog zu janhagemann.wordpress.com um. Mitte 2009 entdeckte ich dann eine auf WordPress basierende Blogfunktion in meinem Hosting-Paket. Die eigene (Sub-)Domain wieder zu nutzen war mir wichtig, seitdem taucht Augenblick unter der obigen Adresse auf. Im Jahr 2010 wurde dann ein neuer Motor unter die Haube gesetzt, in Form einer eigenen WordPress-Installation. Endlich konnte ich Aussehen und Funktionalität meines Tagebuchs nach eigenem Geschmack bestimmen. Ich war „frei“!

Mit der Zeit sammelt sich dann durchaus einiges an Schrott an: Plugins, deren Entwicklung versiegt, Links, die die ins Leere zeigen, Kategorien, die leer- oder volllaufen. Ab und zu muss also mal aufgeräumt werden.

Heute war wieder mal so ein Tag. Insbesondere habe ich mich mal der WordPress.com-Rudimente gewidmet, die sich in der Zwischenzeit in Form des Plugins Jetpack tief ins Backend ge- und ein Stück weit die Freiheit des Selbsthosting untergraben haben. Ich hab das Ding jetzt endlich rausgeschmissen. Es hat mich zum Schluss schon recht genervt. Alle Nas lang werden neue Funktionalitäten serviert, die ich nicht benötige. Letztlich hielt ich nur aus Bequemlichkeit (und Neugierde > Statistiktool WordPress Stats) daran fest. Wichtige Bestandteile aus Jetpack lassen sich aber auch mit zwei, drei Einzelplugins weiterhin abbilden.

Was ich zudem schon eine Weile lang unschön fand: Die Verschmelzung von WordPress und Gravatar. Letzteres war zu Beginn ne feine Sache: Gab man irgendwo seine Mailadresse ein, erschien prompt das selbstgewählte Bild daneben. Doch mit der Übernahme durch WordPress.com ist man in Geiselhaft geraten: Automatisch wurde ein Gravatar-Account zum WordPress.com-Account und umgekehrt. Dies hat nun zur Folge, dass überall dort, wo man auf WordPress.com (oder auf mit Jetpack versehenen Seiten) mit einer Mailadresse kommentieren möchte, die irgendwie WordPress.com bzw. Gravatar bekannt ist, man gezwungen wird, sich in den jeweiligen Account einzuloggen. Das finde ich sehr unbequem für mich selbst (Cookies müssen sich bei mir in der Regel schnell verkrümeln), aber auch übergriffig gegenüber denjenigen, die bei mir kommentieren möchten. Ich habe jedenfalls deswegen bereits Kommentare genervt verworfen, das ist eigentlich schade.

Also, was blieb mir über? Gravatar/WordPress.com-Account mit Wegwerfadresse und leerem Füllmaterial versehen (denn löschen kann man ihn nicht, auch noch so ne Sache…) und eigene Mailadressen befreien. Account verkümmern lassen.

Die Konsequenz für mich: Mein hübsches GHS08-Icon wird nun außerhalb meiner Seite nicht mehr angezeigt, da erscheint jetzt was ihr als Admins bestimmt (und ggf. ein Link zum verkümmerten Gravatar-Profil).

Hier im Blog habe ich mir mittels Plugin einen lokalen Avatar gesetzt. Zudem habe ich mir aus Gründen erlaubt, künftig eure Gravatare einfach zu unterdrücken: Kommentierende erhalten allesamt das GHS07-Symbol. Passt ja inhaltlich und ist aus einem Guss.

Letztlich sorgen diese Verzichte nun wieder für etwas mehr Autarkie, für eine geringere Vernetzung mit externen Diensten, schlankeres HTML und weniger rechtlichen Zorres wegen urheberrechtsverletzender Gravatare, problematischer Statistik- oder Antispamtools.

So sieht’s aus.

rocket belt [pd]