Ausgemistet

Ein Bericht auf „Linux und ich“ über eine Abmahnung wegen eines nicht korrekt referenzierten Bild unter Creative-Commons-Lizenz hat mich aufhorchen lassen. Seit Anbeginn dieses Blogs packte ich in der Regel ein Bild in jeden Post. Hatte ich mal kein eigenes zur Hand, suchte ich auf Flickr nach einem zur Weiterverwendung unter CC-Lizenz. Den Verweis habe ich eigentlich immer vorgenommen, wie sich jetzt zeigt wohl eher etwas flapsig (z.B. kein Link auf die jeweilige Lizenzversion).

Auf so einen Scheiß hab ich echt keine Lust. Ich hab kein Problem damit den Großteil der Flickr-Bilder einfach über Bord zu werfen. Eigentlich war die „Notwendigkeit“, ein passendes Bild finden zu müssen, eher immer ein Hemmschuh einen Gedanken oder ein Fundstück mal schnell hier festzuhalten. Vielleicht kommen also künftig mehr Einträge ohne Bild.

Entsprechend habe ich mal aufgeräumt, ich hoffe ich habe alles erwischt:

  • 41 gemeinfreie Bilder (public domain) durch einen Quellenverweis deutlicher als solche gekennzeichnet
  • bei 26 CC-lizensierten Bilder (meist von commons.wikimedia.org oder thenounproject.com) die Verweise ergänzt/korrigiert
  • die nachfolgend verlinkten 67 Bilder sind ersatzlos rausgeflogen…

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Ortsgericht


Wenn ihr in Hessen wohnt (denn nur dort gibt es sowas): Gebt euch mal den Spaß und stattet dem Ortsgericht einen Besuch ab. Ich war kürzlich wegen einer Vereinsvorstandsummeldungsunterschriftsbeglaubigung dort und sogleich begeistert von dieser gemütlich-verstaubten Verwaltungseinrichtung: Pflichtbewusster, unbescholtener Senior in karger Möbilierung mit Stempelkarussell und Schreibmaschine. Preiswert und bürgernah!

Tafel abgelichtet von Mattes [pd]

rückwärtsgewandt

altmodischer geht es fast nur mit fax, telex, morsecode… aber ich mag das so. ich möchte zwei öffentlich-rechtliche nachrichtenangebote empfehlen, die ich gerne nutze:

  • zum einen den ard-videotext (den hatten wir hier ja schonmal). den gibt es auch im netz in einer sehr schlanken und aufgeräumten version, die auf nebensächlichkeiten wie werbung oder bilder verzichtet und stets sehr aktuell ist.
  • zum anderen den praktischen newsletter- und telegramm-service der tagesschau. hier bekommt man zu festen zeiten eine nachrichten-zusammenfassung mit links zu den jeweiligen artikeln geschickt. ich lasse mir den um 13 uhr zustellen, das schließt dann die mittagspause ab. außerdem kann man bei außergewöhnlichen ereignissen eine „extrablatt2-mail erhalten, wenn man es wünscht. wer die text-variante wählt, wird dabei rundum informiert für unter 15 kilobyte. das schafft sogar mein geschätztes fortschritt-verweigerungs-mobiltelefon (siehe oben).

den überblick bewahren

es muss nicht immer das große projektmanagement sein. auch bei der flut alltäglicher aufgaben möchte man gerne den überblick bewahren und sein pensum möglichst effizient abarbeiten.

hierfür finde ich folgende methode sehr hilfreich: ich habe vor einiger zeit auf wrint davon gehört und seither gute erfahrungen damit gemacht. die methodik leitet sich ab von kanban, einem verfahren zur ablaufsteuerung von produktionsprozessen und läuft wie folgt ab:

  • jede aufgabe oder idee wird auf eine karte bzw. einen klebezettel geschrieben.
  • während des prozesses können weitere ideen oder details einfach auf den jeweiligen zettel notiert werden.
  • jeder phase des ablaufs wird ein bereich einer tafel (oder ein kästchen) zugeordnet, wo der entsprechende zettel landet.
  • alle offenen aufgaben und ideen werden an einer stelle gesammelt.
  • die bearbeitung einer aufgabe erfolgt dann besonders effizient, wenn gleichzeitig nicht zu viele andere aufgaben erledigt werden sollen. man möge sich auf wenige aufgaben konzentrieren. hierfür sieht der entsprechende bereich nur wenige stellen vor, auf denen aufgabenzettel landen. alles andere wird zunächst hinten angestellt.
  • meist ist es so, dass man nicht alleine tätig wird, sondern beiträge anderer einarbeiten muss oder prüfungen und freigaben durch mit-arbeiter benötigt. entsprechend wandern dann die zettel aus dem eigenen aufgabenbereich in den der anderen. somit werden sie nicht vergessen, man selbst kann aber weiter zur nächsten sache schreiten.
  • wenn eine angelegenheit erledigt ist, wird ihr zettel nicht sofort verworfen, sondern mit den zuvor abgeschlossenen aufgaben gesammelt. wenn sich mit der zeit mehr zettel bei den fertigen als bei den offenen aufgaben sammeln, wirkt dies äußerst motivierend!

die methode funktioniert übrigens auch super, wenn zwei oder mehr personen einen pool von aufgaben abarbeiten möchten oder müssen. dann verteilen sich die zettel einfach auf mehrere „in arbeit“- felder.

darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch elektronische helferlein, so zum beispiel die anwendung trello (kürzlich bei nsfw erwähnt).

viel erfolg damit, bleibt sauber und aufgeräumt!

schaubild: post-it von diskdepot [cc-by-sa], rest selbstgebaut, font: hagemann.tff by exorbitant