Wiederbelebung

Das alte Notebook (Acer Extensa 5220) von K. starb einen langsamen Tod. Der Akku wurde nur noch aufgeladen, wenn der Netzteil-Stecker in einer bestimmten Position gehalten wurde. Alles deutete darauf hin, dass innen die Kabelverbindung zur Buchse abgebrochen war.

Leider kommt man bei diesem Modell erst nach vollständigem (!) Auseinanderbau des Rechners an die Spannungsversorgung ran. Das hat mich zunächst abgeschreckt, zumal ich vermeiden wollte, ein mögliches Scheiterns des Reparaturversuchs eingestehen zu müssen. Weil die alte Mühle sowieso ihre Macken hatte, wurde sie also irgendwann durch einen Nachfolger abgelöst. Die letzten Elektronen trieben durch die Maschine, dann verlosch ihr Standby-Licht, sie wanderte in den Keller.

Einige Monate später hat nun ein erfolgreiches Zusammentreffen von Freizeit, Tatendrang, Neugierge, Schraubendreher und Lötkolben dem guten Stück wieder Lebensatem eingehaucht. Die neue Lötverbindung ist wenig elegant, aber robust. Die zerlegten Komponenten haben alle wieder an ihren alten Ort zurückgefunden (puh!). Die Spannung kommt rein und bringt das Notebook auf Touren.

Obsoleszenz besiegt! Ein System zum Ausprobieren (heute z.B. Linux Mint) oder Verschenken (z.B. an XP-Hinterbliebene) gewonnen!

helferlein

ein liebgewonnenes kommandzeilen-werkzeug zum abspeichen von videos ist youtube-dl. das ding ist einfach, schlank und funktional. anders als der name vermuten lässt kann man damit auch aus vielen anderen quellen schöpfen. damit eignet sich youtube-dl auch prima zum de-depublizieren bzw, zeitsouveränem konsum von öffentlich-rechtlichen sendungen (siehe symolischer screenshot).

ab in die wolke

ich nutze jetzt wuala als cloud-speicher-dienst und kann es sehr empfehlen: die daten würden auf dem eigenen rechner verschlüsselt, bevor sie in die wolke geladen werden. die passphrase sei nur dem anwender bekannt und kann von wuala nicht eingesehen oder zurückgesetzt werden. der dienst ermöglicht gemeinsam nutzbare gruppen-verzeichnisse, bereitstellung über freigabelinks und konfigurierbare backups. die ersten 5 gigabyte sind kostenlos, das find ich ganz ordentlich. meine backups werde ich zwar weiterhin mit 7-zip vor dem hochladen komprimieren und dabei aes-verschlüsseln, aber etwas vertrauenswürdiger als dropbox scheint es mir allemal zu sein. das müsste doch halbwegs geheimdienstsicher zu sein, oder?

solide sache

ich habe seit gut zwei jahren ein thinkpad t520 und nutze seitdem ubuntu. der rechner ist nicht schlecht, mit dem betriebssystem habe ich mich angefreundet. die linux-basics bekomme ich ganz gut hin, meist aber nur nach anleitung durch artikel oder forenpostings.

das system habe ich in diesem zeitraum bereits an der ein oder anderen stelle geflickt, in letzter zeit lief es leicht unrund. schließlich ist es in dieser woche abgeschmiert und wollte sich nicht mehr starten lassen.

halbwegs beruhigt durch ein kürzlich erstelltes backup habe ich mich für eine saubere neuinstallation entschieden und darüber hinaus in neue hardware investiert: weg von der platte zum halbleiter.

und ich muss sagen: hut ab! das ding ist deutlich flotter und vor allem leise! kein knattern und hochfrequentes fiepen mehr. das ist echt angenehm!

und was mich dann noch begeistert hat: weil direkt nach der installation nur eine einfache grafische darstellung kam, habe ich nach möglichen ursachen und lösungen gesucht. letztlich habe ich im bios den nvidia optimus-modus deaktiviert und auf einen anderen grafiktreiber gewechselt. dann war die gewohnte schönere darstellung wieder da.

plötzlich die überraschung:  der lüfter fuhr runter und die akkulaufzeit verdoppelte sich!

die vergleichsweise kurze akkulaufzeit lag also nicht am linux, sondern da war nur was falsch eingestellt. irgendein ständig laufender anspruchsvoller grafikmodus, den ich eh nie in anspruch nehmen müsste. ich habe zwei jahre lang zuviel saft verbraucht und das lüfterbrummen hingenommen…

(un)abhängig sein

meinen google-account habe ich mir hauptsächlich wegen des google readers geklickt. nun wird er eingestellt. das ist schade, denn ich habe die ordentliche synchronisation und die aufgeräumte web-darstellung sehr geschätzt. in ähnlicher weise zeigt der kalender eine gute funktionalität auf mehreren, diversitären systemen. dazu kommt die große anzahl von clients, die eine anbindung an google-dienste im hintergrund nutzen.

dann werde ich mich mal auf die suche nach alternativen machen. ob ich es wohl hinkriege mein hosting-paket um ein paar datenbanken zu erweitern um eine eigene installation eines nachrichten-sammlers, eines kalenders oder einer adressfunktion zu versuchen? leider liegt das im grenzbereich meines informationstechnologischen könnens. wordpress habe ich grad noch so hinbekommen. werde berichten.

tablette

von zeit zu zeit muss ein neues spielzeug her. zuletzt habe ich herzlichen empfehlungen zum nexus 7 vertraut und mir dieses tablet zugelegt. das gerät ersetzt zwar weder buch noch vollwertigen rechner, ist aber tatsächlich flink, günstig und für den großteil des internetkonsums durchaus praktisch.

nun tummeln sich also im pantheon:

  • Jupiter – Produktionsrechner – Lenovo ThinkPad T520 mit Ubuntu 12.10
  • Merkur – Sofarechner – Asus Nexus 7 mit Android 4.1
  • Apollo – Musikspieler – SanDisk Sansa Clip Zip
  • Minerva – Mobiltelefon – Nokia 3720
  • Vesta – Sicherungsplatte

(t)rolltreppe nach unten

normalerweise bin ich ein informationstechnologisch neugieriger, manchmal geradezu mutiger kerl. neue netzangebote zu wagen und  überkommene  gnadenlos zu löschen ist kein problem für mich. auch updates stehe ich grundsätzlich positiv gegenüber, denn sie wollen meist mein bestes.

eine ausnahme: wordpress. immer wieder hau ich mir auf die finger bzw. trau mich erst gar nicht. irgendwas sagt mir, dass ich es tunlichst vermeiden sollte hier etwas zu verschlimmbessern. lieber verzichte ich auf plugins und fesche themes.

letzteres habe ich heut wieder mal zu ändern versucht. hätte es lassen sollen. nun ja, jetzt siehts ja (fast) wieder aus wie vorher.