Mastodon

Ich probiere gerade etwas Neues aus: Seit ein paar Tagen bin ich bei (einem) Mastodon vertreten, siehe chaos.social/@lexi. Mein erster Eindruck ist sehr angenehm und inspirierend. Und es war klar: der mstern ist mit von der Partie!

Über rss-feeds bekomme ich themenspezifische Blogs und Tagesaktuelles rein, über Twitter vor allem Verlautbarungen von Institutionen (ich lese dort nur, schreibe aber nicht). Ein gut funktionierendes Netzwerk, wo in erster Linie der persönliche, freundliche Austausch zwischen Menschen erfolgt, wäre da eine schöne Ergänzung. Mir wirklich am Herzen liegende Augenblicke schreibe ich natürlich weiterhin in dieses Blog!

Mal schauen wie sich das entwickelt. Zwar zeichnen sich auch im „Fediverse“ die unvermeidlichen Entwicklungen ab, wenn Leute mittels Tastatur kommunizieren. Ich habe aber den Eindruck, dass es was werden könnte.

Ich erkläre euch gerne wie so etwas funktioniert, bei Interesse einfach fragen.

Passend dazu habe ich folgende alte Einträge gefunden:

  • 2010-11-14 Social Network Stereotypes
  • 2010-11-27 Mein Einstieg bei Twitter und Diaspora (hihi)
  • 2013-03-14 Der Tod des Google Readers

Rüsseltier: Charles R. Knight – American Mastodon [pd]

Der unvermeidliche DSGVO/GDPR-Post

Eigentlich ist ja alles schon gesagt worden.

Bemerkenswert finde ich, wie sehr die Datenschutzgrundverordnung in letzter Zeit Gegenstand der Berichterstattung ist, und zwar in allen von mir konsumierten Medien, egal ob gedruckt, im Radio, Podcast, Twitter oder Blog. Da waren viele kluge, lustige, hilfreiche aber eben auch panische Rezensionen dabei. Ich kann sie unmöglich alle hier aufzählen.

Neben dem Blog betriftt die DSGVO mich auch in meinem beruflichen Kontext und als Vereinsvorstand persönlich. Ich wüsste nicht, wann zuletzt die Änderung einer Rechtsnorm so umfassend präsent war, bzw. wann nahezu jede Person unmittelbare Konsequenzen erfahren hat (und sei es nur, dass man automatisch nervige Newsletter los wird, weil man das opt-in verweigert). Außerdem: wann waren zuletzt Erzeugnisse europäischer Politik für den Endverbraucher derartig erfahrbar und dies grundsätzlich positiv, außer bei der Abschaffung der Roaming-Gebühren vielleicht?

Ich finde das Ding grundsätzlich okay, die Blüten, die sie treibt bisschen nervig. Alle haben nun ähnlich klingende, ellenlange Datenschutzerklärungen auf ihren Seiten, die einzig und allein den Verantwortlichen den Arsch retten sollen, aber nicht informativ sind. Ein dümmlicher Punkt zum Beispiel: Warum soll eine Datenschutzerklärung wesentliche Punkte des Verordnungstextes wiedergeben? Bei allen stehen nun Litaneien an Begriffsbestimmungen und die Aufzählung aller Betroffenenrechte, die eins-zu-eins der Verordnung entstammen. Diese Rechte entstehen, weil das Europäische Parlament die Verordnung erlassen hat, nicht weil ich sie aufzähle. Sie bestünden auch wenn ich sie nicht erwähnte, das spricht sich doch rum….

Ich bin mal sehr gespannt, was ab heute so alles folgt, im Hinblick auf Verkackungen, Klagen, Gerichtsurteile, Justierungen am Verordnungstext,…

Jedenfalls, letztlich gilt wohl auch hier: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Vergleichbare Rechtsnormen bestanden, wenn auch nicht europaweit einheitlich, bereits bisher. Man kann wohl getrost entspannt bleiben, dicke Bußgelder sind in der Breite wohl nicht zu befürchten und Johnny fasst heute mit der besten Anhalterweisheit zusammen: Don’t panic!

Was ich hier also tat:

[Symbolbild: kürzlich gesichteter Hinweis auf Schutzeinrichtung einer Pferdekoppel. Ich mag die lautmalerische Anschaulichkeit des niederländischen Begriffs und muss bei der misszuverstehenden Aussprache des französischen immer leicht schmunzeln]

Spenden für GnuPG

Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.

Artikel 10 (1), GG

Es sei (vor allem für meine meist warten müssende macOS-Adressaten dort draußen) auf die aktuelle Spendenkampagne für GnuPG hingewiesen, die das Angebot eines freien Kypto-Systems erhalten und erweitern soll. Auch einfach per Überweisung möglich. Mitmachen und veschlüsselt schreiben!

Geschäftsidee

Ich mach mich selbstständig, nenn mich Computerfuzzi24 oder so (nur echt mit t-online-eMailadresse!) und schaffe mir einen aus älteren Personen und Rentnern bestehenden Kundenstamm.

Denen verkaufe ich überteuerte Hardware, natürlich ausschließlich mit Windows, dazu den schäbigstmöglichen Browser. Ich warne vehement vor schädlichen Plugins wie Skript- und Adblockern, installiere mehrere minderwertige Virenscanner parallel sowie diverse „Optimierungs“-Programme aus fragwürdigen Quellen. Die bei der Installation angebotenen Toolbars lasse ich selbstverständlich zu, ebenso wie die Übertragung der Adresse meines Kunden zu den entsprechenden Newslettern/Werbenetzwerken.

Zudem rate ich mit Nachdruck von angeblich wohlmeinenden Hilsangeboten von Kindern, Neffen/Nichten oder Enkeln ab, denn wer möchte sich schon auf den Rat von Laien stützen? Und wo sind die, wenn man sie mal braucht? Eben!

Ach und dann dieser Nerd, der allen Linux andrehen will. Echt schlimm! Mannomann!

Immerhin richte ich eine ordentliche Datensicherung ein, denn die Wiederherstellung verloren geglaubter Daten sorgt für Erleichterung, Dankbarkeit und Kundentreue.

Dann warte ich, bis sich das nächste Opfer durch eine Mischung aus Hektik, Überforderung und verlegter Brille eine Malware einfängt und bin rettend zur Stelle.

Preiswert versteht sich!