Von Rindern und Kühen

Beim Bilderbuchangucken erklärst du dem Kleinkind: “Das ist ne Kuh. die macht Muh!” Doch eines Tages fragst du dich dann, worin eingentlich der Unterschied zwischen ner “Kuh” und nem “Rind” besteht. Darüber hab ich mir dreißig Jahre lang keine Gedanken gemacht…

Ich nehme also die Wikipedia zur Hand und lerne, dass man ein weibliches Rind erst nach dem ersten Kalben als Kuh bezeichnet. Zuvor nennt man es Färse. Demnach sollte ich eigentlich dem Kleinkind beibringen, die Tierart als solche quasi genderneutral als Rind zu bezeichnen. Kälber, Kühe, Bullen, Stiere, Ochsen > alles Rinder.

Ich habe dann heute vor dem zehnjährigen Nachbarskind mit meinem neu erworbenen Wissen geglänzt. Ihr naheliegender Kommentar dazu: “Ach natürlich, deshalb heißt das auch Rindswurst – und nicht Kuhwurst!”

Bild: Dontworry

Bulb in a Bag

Super Sache: Sie sind sparsam, schnell und hell. Das befand dieses Jahr auch das Nobelkomitee. Manche LED-Birnen senden jedoch einen Tick zu helles/kurzwelliges Licht aus (Ausnahme s.u.), so auch das neue 3-Watt-Leselicht im Wohnzimmer.

Doch folgender Lifehack hat die Situation wesentlich verbessert: Eine Butterbrottüte zusammen mit Zwiebelschalen für einige Minuten in heißes Wasser erinlegen. Tüte vorsichtigt herausnehmen und auf der Heizung trocknen. Auffalten, über das Leuchtmittel stülpen, schon ist das Licht wohlig-gelblich.

Diese Anleitung gilt selbstverständlich nur für LED und auch nur für solche, bei denen man durch Drangreifen sichergestellt hat, das die Dinger nicht zu heiß werden!

Neues aus dem Backend

Nachfolgend bloß Metagequatsche für die Interessierten unter euch:

Bis 2008 wurde dieses Blog mit iWeb gebastelt und erschien direkt unter janhagemann.eu, dann wollte ich was “Richtiges” (und OS-unabhängiges) haben und zog zu janhagemann.wordpress.com um. Mitte 2009 entdeckte ich dann eine auf WordPress basierende Blogfunktion in meinem Hosting-Paket. Die eigene (Sub-)Domain wieder zu nutzen war mir wichtig, seitdem taucht Augenblick unter der obigen Adresse auf. Im Jahr 2010 wurde dann ein neuer Motor unter die Haube gesetzt, in Form einer eigenen WordPress-Installation. Endlich konnte ich Aussehen und Funktionalität meines Tagebuchs nach eigenem Geschmack bestimmen. Ich war “frei”!

Mit der Zeit sammelt sich dann durchaus einiges an Schrott an: Plugins, deren Entwicklung versiegt, Links, die die ins Leere zeigen, Kategorien, die leer- oder volllaufen. Ab und zu muss also mal aufgeräumt werden.

Heute war wieder mal so ein Tag. Insbesondere habe ich mich mal der WordPress.com-Rudimente gewidmet, die sich in der Zwischenzeit in Form des Plugins Jetpack tief ins Backend ge- und ein Stück weit die Freiheit des Selbsthosting untergraben haben. Ich hab das Ding jetzt endlich rausgeschmissen. Es hat mich zum Schluss schon recht genervt. Alle Nas lang werden neue Funktionalitäten serviert, die ich nicht benötige. Letztlich hielt ich nur aus Bequemlichkeit (und Neugierde > Statistiktool WordPress Stats) daran fest. Wichtige Bestandteile aus Jetpack lassen sich aber auch mit zwei, drei Einzelplugins weiterhin abbilden.

Was ich zudem schon eine Weile lang unschön fand: Die Verschmelzung von WordPress und Gravatar. Letzteres war zu Beginn ne feine Sache: Gab man irgendwo seine Mailadresse ein, erschien prompt das selbstgewählte Bild daneben. Doch mit der Übernahme durch WordPress.com ist man in Geiselhaft geraten: Automatisch wurde ein Gravatar-Account zum WordPress.com-Account und umgekehrt. Dies hat nun zur Folge, dass überall dort, wo man auf WordPress.com (oder auf mit Jetpack versehenen Seiten) mit einer Mailadresse kommentieren möchte, die irgendwie WordPress.com bzw. Gravatar bekannt ist, man gezwungen wird, sich in den jeweiligen Account einzuloggen. Das finde ich sehr unbequem für mich selbst (Cookies müssen sich bei mir in der Regel schnell verkrümeln), aber auch übergriffig gegenüber denjenigen, die bei mir kommentieren möchten. Ich habe jedenfalls deswegen bereits Kommentare genervt verworfen, das ist eigentlich schade.

Also, was blieb mir über? Gravatar/WordPress.com-Account mit Wegwerfadresse und leerem Füllmaterial versehen (denn löschen kann man ihn nicht, auch noch so ne Sache…) und eigene Mailadressen befreien. Account verkümmern lassen.

Die Konsequenz für mich: Mein hübsches GHS08-Icon wird nun außerhalb meiner Seite nicht mehr angezeigt, da erscheint jetzt was ihr als Admins bestimmt (und ggf. ein Link zum verkümmerten Gravatar-Profil).

Hier im Blog habe ich mir mittels Plugin einen lokalen Avatar gesetzt. Zudem habe ich mir aus Gründen erlaubt, künftig eure Gravatare einfach zu unterdrücken: Kommentierende erhalten allesamt das GHS07-Symbol. Passt ja inhaltlich und ist aus einem Guss.

Letztlich sorgen diese Verzichte nun wieder für etwas mehr Autarkie, für eine geringere Vernetzung mit externen Diensten, schlankeres HTML und weniger rechtlichen Zorres wegen urheberrechtsverletzender Gravatare, problematischer Statistik- oder Antispamtools.

So sieht’s aus.